Wirtschaft

Vorteil Zumthor

Aktualisiert am 10.02.2012 13 Kommentare

Am 17. Februar wird entschieden, wer den Zuschlag für das Thermalbad Vals erhält. Remo Stoffel und Peter Zumthor haben ihre Angebote eingereicht. Letzterer hat nun einen wichtigen Teilsieg errungen.

1/7 Von Peter Zumthor erbaut: Aussenaufnahme vom Kurbad Vals. (Archivbild)
Bild: Keystone

   

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Im Rennen um die Übernahme der bekannten Therme Vals hat Stararchitekt Peter Zumthor einen Teilsieg errungen. Der Gemeinderat von Vals empfiehlt den Stimmberechtigten die Annahme des Angebots von Zumthors Interessengemeinschaft.

Zumthors Widersacher ist der Churer Immobilienunternehmer Remo Stoffel. Welches Angebot zum Zuge kommt, entscheidet die Gemeindeversammlung am 17. Februar. Der Gemeinderat hatte für Angebote eine Frist bis zum 20. Dezember gesetzt.

Hotel soll neugebaut werden

Sowohl Zumthor wie Stoffel wollen die Aktien der Hotel und Thermalbad AG übernehmen und das bestehende Hotel zum Bad durch einen Neubau ersetzen. Stoffel will 50 Millionen Franken in ein neues Hotel investieren, Zumthor 45 Millionen Franken.

Eine von der Gemeinde eingesetzte Consulting-Firma ist zum Schluss gekommen, dass über die beiden Angebote kein abschliessendes Urteil gefällt werden kann. Wegen fehlender verbindlicher Zusagen könne nicht beurteilt werden, ob die Interessenten in der Lage seien, das Projekt materiell nachhaltig durchzuziehen.

Zumthor bürgt für architektonische Qualität

Wie der Gemeinderat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Botschaft an die Stimmberechtigten schreibt, unterscheiden sich die Angebote nur unwesentlich voneinander. Von Bedeutung sei, dass das Angebot von Therme-Schöpfer Zumthor für höchste architektonische Qualität stehe. Der Nachweis der Finanzierung sei bei Zumthor allerdings weniger weit gediehen.

Unter Berücksichtigung aller Aspekte und in Abwägung sämtlicher Vor- und Nachteile empfiehlt der Gemeinderat dennoch, auf das Angebot von Zumthors Interessengemeinschaft einzugehen. Es stelle die bessere Strategie für eine erfolgreiche und nachhaltige Zukunft der Hotel und Thermalbad Vals AG dar.

Angebot «Valser Gruppe» nicht geprüft

Nicht geprüft hat der Gemeinderat das Angebot einer «Valser Gruppe» um den einheimischen Steinbruch-Unternehmer und ehemaligen Therme-Verwaltungsratspräsidenten Pius Truffer. Da bei Ablauf der Eingabefrist von dieser Gruppe kein Angebot vorlag, kann nicht darauf eingetreten werden, wie der Gemeinderat schreibt.

Truffer und seine Mitstreiter müssen darauf hoffen, die Gemeindeversammlung noch umstimmen zu können. Dahingehend, dass der Entscheid für das eine oder andere Angebot vertagt und ihre Offerte doch berücksichtigt wird. (mrs/sda)

Erstellt: 09.02.2012, 22:05 Uhr

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13 Kommentare

Margot Helmers

09.02.2012, 22:24 Uhr
Melden 29 Empfehlung

Wie kann man einen Remo Stoffel "Immobilienunternehmer" nennen?!? Ich wünsche mir mal einen detailierten Bericht wie der zu "seinen" Millionen gekommen ist und wer diese bezahlt hat, damit die Öffentlichkeit weiss mit wem man "geschäftet". Antworten


Josef Ehrsam

10.02.2012, 02:27 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Kann mir nicht helfen. Weiss einfach nicht was an diesem Bad schön sein soll. Es gibt eher ein Gefühl von Finsternis, Einengung, Bedrücktheit, Traurigkeit und ein Gefühl des Unbehagens. Antworten



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