Alma-Figur sucht ihren Arm

Vandalen haben nächtens eine wertvolle Skulptur im Park der Männedörfler Villa Alma gestürzt. Die Figur verlor beide Arme. Einer ist verschollen.

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Ein trauriges Bild bot sich am Samstagmorgen den Bewohnern des Alters- und Pflegeheims Villa Alma an der Seestrasse in Männedorf. Tiefe Velospuren zogen sich über den Rasen des öffentlich zugänglichen Alma-Parks, und die zwei Meter hohe Heller-Figur lag am Boden. Obendrein fehlten ihr beide Arme.

Wie die Kantonspolizei Zürich schreibt, hat eine unbekannte Täterschaft in der Nacht von Freitag auf Samstag die Figur vom Sockel gestossen. Es entstand ein Sachschaden in der Höhe von rund 50'000 Franken. Margret von Muralt, Ko-Leiterin des Villa Alma, sagt, der eine Arm sei geborgen und im Keller des Heims in Sicherheit gebracht worden. Vom anderen Arm fehle jede Spur. Von Muralt glaubt, die Täter hätten die Gliedmasse in den See geworfen. Es lägen rostfarbene Späne beim Bänkli am Ufer, wie sie auch an den Bruchstellen der Arme zu sehen seien. Weil das Wasser jedoch zu bewegt sei, könne man diese Vermutung nicht überprüfen.

Erinnerung an Küsnacht

Vor ein paar Wochen war in Küsnacht die «Schwebende», eine Statue des Künstlers Hermann Haller, vom Sockel gestossen worden. Einen Zusammenhang zwischen jener Tat und der jüngsten in Männedorf sieht Hans Leuenberger, Sprecher der Kantonspolizei, derzeit aber nicht. Solange die Täter nicht gefasst seien, könne man nichts Näheres sagen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.09.2008, 07:16 Uhr

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