Als hätte eine Granate eingeschlagen

Am Sonntag klaffte plötzlich ein Loch in der Uetiker Bergstrasse. Grund war eine defekte Leitung.

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Ein Bild, wie man es derzeit aus Südossetien und Georgien kennt, hat sich den Uetikern am Sonntagnachmittag geboten. Das Loch im unteren Teil der Bergstrasse hatte seinen Ursprung jedoch nicht in einem Beschuss mit Granaten. Vielmehr war in der Nacht vom Samstag auf Sonntag eine unterirdische Wasserleitung gebrochen.

Ein Mitglied der Feuerwehr Männedorf-Uetikon bemerkte dies, als es gegen 2 Uhr früh auf dem Nachhauseweg war. Der Heimkehrer stellte die Zuleitung ab und alarmierte seine Kollegen. Dies sagte Jürg Kurath, Kommandant der Feuerwehr, gestern auf Anfrage. Die Feuerwehr informierte darauf das Wasserwerk. Ein Mitarbeiter des Werks habe den Schaden oberflächlich beurteilt und die Stelle signalisiert, erklärte Beat Mathys, Geschäftsführer der Wasser Uetikon AG. Alle durch die Wasserabstellung betroffenen Kunden wurden mit Infoblättern, die das Werk an den Haustüren befestigte, informiert.

Am frühen Sonntagmorgen verlegte die Wasser Uetikon AG provisorische Leitungen und erstellte mit den Eigentümern oder Hausabwarten die Anschlüsse an alle Liegenschaften. Nach Möglichkeit wurden die Kunden nun persönlich über den Vorfall informiert. Am späteren Nachmittag brach dann der unterspülte Strassenbelag ein, das Loch entstand. Dieses Mal kam auch die Kantonspolizei zum Einsatz. Die Feuerwehr signalisierte die Stelle und sperrte sie mit Bauabschrankungen ab.

Laut Mathys sind solche Ereignisse keine Seltenheit. Wasserrohrbrüche gebe es oft. Manchmal schiesse eine Fontäne aus dem Boden, in anderen Fällen würden Strassen oder sogar Tiefgaragen überschwemmt. Werden sogenannte Feinanteile der Grabenauffüllung oder gar Kies ausgeschwemmt, also der Strassenbelag stark unterspült, kann es vorkommen, dass die Strasse sofort oder später einbricht.

Alles wieder heil

Gestern Montag grub eine Baufirma im Auftrag der Wasser Uetikon AG die schadhafte Leitung aus. Ein Sanitärinstallateur schnitt das defekte Rohr heraus und ersetzte es durch ein neues Stück. Bis zum Abend sei der Schaden behoben, versprach Mathys. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.08.2008, 09:54 Uhr

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