Auf Modanna folgt die Jungfrau-Stafette

Dübendorf ist eine wichtige Etappe der Jungfrau-Stafette. Den Publikumsaufmarsch könne man gut bewältigen, ist der Stadtrat überzeugt. Er bewilligte den Anlass.

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«Es war immer unser Ziel, die Jungfrau-Stafette nach Dübendorf zu holen», sagt Red-Bull-Mediensprecherin Nathalie Lüthi und verweist auf die Originalstrecke von 1939, als der Glattaler Militärflugplatz ebenfalls Etappenziel war. Am 4. Oktober ist es nun nach 69 Jahren wieder so weit. Am Morgen schicken die Crossläufer die mehr als 40 Oldtimer-Flugzeuge in Dübendorf auf den Weg zum Jungfraujoch; am Abend werfen die Piloten die Bändel über dem Rollfeld ab, und die Läufer starten zur Schlussrunde um den Flugplatz ins Ziel. Neben der eigentlichen Nostalgie-Stafette organisieren die Veranstalter ein Rahmenprogramm. Unter anderem fährt ein Oldtimer-Corso ein, es gibt eine Classic-Car-Ausstellung und eine Festwirtschaft. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. «Wenn das Wetter einigermassen gut ist, rechnen wir mit mehreren Tausend Zuschauern», freut sich Lüthi.

Anfrage kam direkt vom VBS

Die Anrainergemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen haben den Anlass als letzte Instanz bewilligt. Der zu erwartende Publikumsaufmarsch stellt für den Dübendorfer Stadtpräsidenten Lothar Ziörjen (DP) kein Problem dar. «Veranstaltungen in der Grössenordnung eines Love-Ride können wir verkehrstechnisch gut handhaben; so etwas ist für Dübendorf keine Last.» Die Jungfrau-Stafette will Ziörjen denn auch nicht mit dem Konzert der Rolling Stones oder dem bevorstehenden Auftritt von Madonna vergleichen.

Für diese Mega-Anlässe mit 70'000 Zuschauern hatten die Anrainer explizit eine Ausnahmebewilligung erteilt; man wollte kein Präjudiz schaffen. Die Zustimmung zur Jungfrau-Stafette sei damit keine Abkehr von dieser Praxis. Nach wie vor werde man rein kommerzielle Grossanlässe nur bewilligen, wenn ein grosses öffentliches Interesse bestehe und ein gewisser zeitlicher Abstand gegeben sei. Bei karitativen Anlässen wie zum Beispiel dem Love-Ride oder Veranstaltungen von Vereinen – darunter fällt auch ein kantonales Turnfest – müssten weniger strenge Kriterien eingehalten werden.

Die Anfrage für die Durchführung der Jungfrau-Stafette kam laut Ziörjen nicht vom privaten Veranstalter Red Bull, sondern direkt vom VBS. Die Luftwaffe hat das Patronat der Veranstaltung übernommen. «Wir haben uns aus dem Flugbetrieb immer rausgehalten, ob das nun die Patrouille Suisse oder eben die Jungfrau-Stafette betrifft», erklärt der Stadtpräsident. Weil der Anlass in erster Linie auf dem Areal der Ju-Air und des Fliegermuseums durchgeführt wird, war auch Ju-Air-Chef Kurt Waldmeier in die Planung involviert. Mit ihm hat die Stadt vor einigen Jahren eine Vereinbarung getroffen. So darf Waldmeier in Eigenregie kommerzielle Anlässe durchführen, ohne bei der Stadt jedes Mal eine Bewilligung einzuholen. «Bei den vielen Veranstaltungen, die es dort gibt, mussten wir uns abgrenzen», sagt Ziörjen. «Ausserdem sind dem Betreiber durch die beschränkte Grösse seines Areals natürliche Grenzen gesetzt.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.08.2008, 08:19 Uhr

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