Betagte ziehen um

Ein Grossteil der Bewohner des Altersheims Tägerhalde zieht in Küsnacht in ein Provisorium an den See, während das neue Gesundheitszentrum entsteht.

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Die Bewohner des Alterswohnheims Tägerhalde oberhalb des Schübelweihers in Küsnacht können sich freuen: Bald zieht ein Grossteil von ihnen an beste Lage auf das Grundstück des Alters- und Pflegeheims am See. Einige werden im Personalhaus wohnen, für 40 Betagte soll ein provisorischer Neubau entstehen. Dies ist nötig, weil in der Tägerhalde an Stelle des Altersheims ein Alters- und Gesundheitszentrum gebaut wird.

Das Provisorium wird ein zweigeschossiger, L-förmiger Neubau aus Fertigelementen, der auf der Wiese neben dem bestehenden Pflegeheim und vor dem Personalhaus zu stehen kommt. Für die Bewohner des Alterswohnheims Tägerhalde werde sich nichts ändern, sagt Hansjörg Weber, Heimverantwortlicher der Tägerhalde und Abteilungsleiter Gesundheit der Gemeinde Küsnacht. «Es ist unser Ziel, dass die Betagten auch während der Zeit im Provisorium den gleichen Komfort geniessen können.» So seien die Zimmer beispielsweise gleich gross, «vielleicht sogar etwas grösser», und die Infrastruktur bleibe dieselbe.

Aktuelle Situation problematisch

Die Bewohner des Alterswohnheims Tägerhalde hätten sehr positiv auf die Neuigkeit reagiert, sagt Weber. «Sie merken, dass die jetzige Situation schwierig ist, und freuen sich deshalb.» Diejenigen der insgesamt 88 Betagten, die nicht beim Pflegeheim am See wohnen können, werden im privaten Küsnachter Pflegeheim Bethesda untergebracht. «Es ist für uns sehr wichtig, die Sicherheit zu haben, dass wir während der Zeit des Neubaus dort auch Leute unterbringen können», sagt Weber. Die Mitarbeiter der Tägerhalde will er behalten und einen allfälligen Personalabbau mit natürlichen Abgängen kompensieren.

Bis dahin dauert es aber noch eine Weile: Das Baugesuch für das Provisorium am See liegt zurzeit bei der Gemeinde auf, und an der Gemeindeversammlung im Dezember stimmen die Küsnachter über den Wettbewerbskredit für den Neubau in der Tägerhalde ab. Verläuft alles nach Terminplan, wird das Provisorium im Jahr 2011 gebaut und bezogen. Sobald das Gesundheitszentrum 2014 fertiggestellt ist, wird das Provisorium wieder abgebaut.

Das Alterswohnheim Tägerhalde wurde vor 40 Jahren gebaut und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. «Die Menschen sollen bis zu ihrem Tod bleiben können», sagt Gemeindeschreiber Peter Wettstein. Im Alter werden sie pflegebedürftig und brauchen viel Platz. Die Zimmer sind aber zu klein und haben keine Dusche. Eine Machbarkeitsstudie habe gezeigt, dass ein Neubau Sinn mache, weil eine Renovation keine befriedigende und zukunftsträchtige Lösung wäre, sagt Wettstein. Die Kosten belaufen sich auf 35 bis 40 Millionen Franken.

Das neue Alters- und Gesundheitszentrum soll 80 bis 100 Betten, ein Tag- und Nachtheim sowie mehr Raum für medizinische Betreuung und Aktivierungstherapien bieten. Damit der Betrieb des Alterswohnheims auch während der Zeit des Neubaus gewährleistet ist, wurde eine Alternative gesucht. Das Pflegeheim am See habe sich angeboten, weil dort bereits in den Neunzigerjahren beim Umbau ein Provisorium errichtet worden sei, sagt Wettstein. Zudem könne die bestehende Infrastruktur, wie zum Beispiel die Grossküche, die Wäscherei und die Verwaltung, mitbenutzt werden. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.10.2008, 22:15 Uhr

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