Bildungszentrum Horgen öffnet Türen

Das Bildungszentrum Zürichsee in Horgen empfängt die Gäste am Lernfestival unter anderem mit einer Fotoausstellung. Sie will provozieren.

Bernadette Mühlebach, Theo Henle und Heiner Wehrli vom Bildungszentrum wollen Besucher fürs Lernen begeistern.

Bernadette Mühlebach, Theo Henle und Heiner Wehrli vom Bildungszentrum wollen Besucher fürs Lernen begeistern. Bild: Flurin Bertschinger

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«Bildung schafft Wohlstand», heisst es auf einer von rund 40 übergrossen Schwarzweissfotografien, die im Bildungszentrum Zürichsee (BZZ) im Rahmen der Fotoausstellung «Bilderia Bildung» aufgehängt sind. Das Porträt zum Spruch zeigt einen jungen Mann mit unverkennbarem Bauchansatz. Zu so viel Selbstironie möchte man gratulieren. Den Text zum Bild hat der Bauchträger allerdings nicht selber kreiert. Er stammt von Theo Henle, dem Leiter Weiterbildung des BZZ, und von Heiner Wehrli, dem Fotoshop-Kursleiter und Ausstellungsmacher.

Bildung macht Spass

Die Lernenden am BZZ sollen dem Begriff «Lernen» ein Gesicht verleihen. Es war den Verantwortlichen wichtig, die Modelle innerhalb der eigenen Bildungsstätte zu rekrutieren und nicht etwa Profis anzustellen.

«Die Ausstellung soll provozieren und darf auch Ärger auslösen», sagt Heiner Wehrli. Die Fotografien sollen anregen zum Diskutieren und weiterdenken. «Die Besucher sollen sich und die eigene Einstellung zur Bildung hinterfragen», sagt Bernadette Mühlebach, Fachbereichsleiterin Sprachen. Das BZZ will vermitteln, dass Bildung Spass machen kann und einen Nutzen mit sich bringt.

Fotos begleiten durchs Zentrum

Die Fotoausstellung dient als Blickfang am Lernfestival, das vom nächsten Montag bis Donnerstag stattfindet. Die Bilder werden die Besucher durch das BZZ begleiten. Da die Frau, Arme in die Höhe gereckt, kombiniert mit dem Spruch «Bildung bewegt». Dort der Schwarze mit der Aussage «Bildung bringt Farbe ins Leben». Dann der ältere Herr, der auf einer Bank liegt und verkündet: «Bildung liegt mir». Bis hin zur Putzfrau, welche die Fensterscheibe reinigt. Dazu der Satz «Bildung schafft Arbeitsplätze.» Die Text-Bild-Kombinationen lassen Spielraum für Interpretationen.

Die Besucher werden die Gelegenheit haben, jeweils von 17.30 bis 20.30 in die Kurse reinzuschauen. Die Türen zu den Kurslokalen werden während dieser Zeit offen stehen. Rund 60 Kurse gibt es an den Standorten Horgen und Stäfa während der vier Tage zu besuchen.

Gemeinsames Kunstwerk

Die Gäste sollen aber nicht nur zuschauen und sich informieren. Sie werden auch aufgefordert mitzumachen. Das beginnt bei Aufnahmen mit Sofortbildkameras und geht bis zum Gestalten eines Kunstwerks. Jeder Besucher wird mit einer Schokolade überrascht. Aus dem Schoggi- oder einem Glanzpapier kann er etwas falten und das Objekt auf einer grossen Platte nach Gutdünken platzieren. So wird während der Woche ein Gemeinschaftskunstwerk entstehen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.09.2008, 21:55 Uhr

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