Dada-Haus wirbt mit Polizeieinsatz

Die Dadaisten wollen ihre Bleibe in der Zürcher Innenstadt auch in Zukunft behalten. Damit die Stimmbürger einer Verlängerung des Mietvertrags zustimmen, holen sie sich aussergewöhnliche Hilfe.

Dada! Dada! Das Cabaret Voltaire startet mit der Polizei in den Abstimmungskampf (Quelle: YouTube.com)


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Am 28. September entscheidet das Stimmvolk, ob der Mietvertrag mit dem Cabaret Voltaire – auch Dada-Haus genannt - verlängert werden soll. Damit möglichst viele Leute ein Ja einlegen, werben die Dadaisten auf gewohnt kreative Art für ihr Anliegen. Und das ausgerechnet mit der Polizei.

«Es gibt ein Zitat des Dadaisten Richard Huelsenbeck: Dada ist die Sonne, dada ist das Ei. Dada ist die Polizei der Polizei. Dadaisten sind quasi die Aufpasser der Aufpasser, wir beobachten die Gesellschaft mit kritischen Augen. Deswegen haben wir die Polizei in den Spot einbezogen», erklärt Cabaret Voltaire-Direktor Philipp Meier. Der Spot wurde vom Trägerverein des Cabarets Voltaire in Auftrag gegeben und durch Spendengelder finanziert. «Gelder der Stadt sind keine geflossen», betont Meier.

Für das Dada-Haus steht einiges auf dem Spiel. Mit seinen Aktionen, darunter ein Sex-Casting und ein Graffiti-Workshop, stösst es immer wieder auf Kritik. «Diese Events machen nur etwa fünf Prozent unseres Schaffens aus. Dass wir beispielsweise mit einer Ausstellung auf Europatournee sind, die vor kurzem in der Nationalgalerie von Warschau Station gemacht hat, scheint kaum jemanden zu interessieren.» Meier hofft, dass sich die Zürcher Stimmberechtigten nicht beirren lassen und möglichst viele Befürworter des Dada-Hauses an die Urne gehen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.09.2008, 16:01 Uhr

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