Das Uetiker Jugendhaus Haslibach geht wieder auf

Die neuen Jugendarbeiterinnen von Uetikon heissen Jana Kubr und Brigitte Santmann. Morgen Freitag laden sie die Uetiker Jugendlichen ein zu einer Grillparty im Jugendhaus.

Die Uetiker Jugendarbeiterinnen Jana Kubr und Brigitte Santmann laden am Freitag ins wiedereröffnete Jugi. (Bild: Sabine Rock)

Die Uetiker Jugendarbeiterinnen Jana Kubr und Brigitte Santmann laden am Freitag ins wiedereröffnete Jugi. (Bild: Sabine Rock)

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Auch wenn es nach Ferienstimmung aussieht auf dem Grillplatz beim Uetiker Jugi: Die Zeit des Dolcefarniente ist für Jana Kubr und Brigitte Santmann diesen Sommer vorbei. Die beiden neuen Uetiker Jugendarbeiterinnen wirken seit mehr als einer Woche auf die Wiedereröffnung des Jugendhauses hin. Dann soll es wieder lockerer zu- und hergehen unter den Fichten am Haslibach: Die beiden verteilen Wurstgutscheine im Dorf und laden die jungen Uetiker damit zur Eröffnungsparty von morgen Freitag ein. «Das Echo ist positiv», erzählt Jana Kubr, «die Jugendlichen freuen sich auf den Gratisznacht.»

Das morgige Fest wird gleichzeitig auch der Einstand der beiden Jugendarbeiterinnen, die bisher eher im Versteckten tätig gewesen sind. Santmann und Kubr haben in den vergangenen Wochen die Uetiker Behörden kennen gelernt, sich mit umliegenden Jugendarbeitern vernetzt, und mit ihnen erste Projekte wie die Chicablitz-Tage - eine Workshop-Serie nur für Mädchen während der Herbstferien - oder die Organisation einer Sportnacht am 20. September an die Hand genommen. Sie haben mit Jugendlichen neue Verträge für die Bandräume im Schulhaus Mitte abgeschlossen und sich um die Vermietung der Cliquenräume im Dorfzentrum gekümmert. Dabei konnten sie bereits erste Kontakte mit Jugendlichen knüpfen.

Wenige, aber klare Regeln

Die Cliquenräume, wo Gruppen von Jugendlichen für sich sein können, aber auch die Verantwortung für den Raum und das Einhalten von Regeln übernehmen, bleibt ein wichtiger Pfeiler der Jugendarbeit auch unter der neuen Führung. Weitere sind das Jugendhaus mit Partys und Barbetrieb sowie die Bandräume. «Wir wollen erst einmal die Jugendlichen kennen lernen und den Betrieb wie bis anhin weiterführen. Erst nach einigen Monaten wird sich zeigen, wo sich allenfalls Änderungen aufdrängen», sagt Santmann.

Vorstellen könnte sie sich, bereits für Sechstklässler etwas anzubieten. Die 42-jährige Zürcherin hat bereits einige Erfahrung in der Jugendarbeit. Während vier Jahren war die studierte Psychologin in der Jugendarbeit Mutschellen AG tätig. Wichtig ist ihr, für Jugendliche einen Rahmen zu schaffen, in dem diese als eigenständige Personen wahrgenommen werden, sich im Gegenzug aber an wenige, möglichst klare Regeln halten müssen. «Rassistische Äusserungen zum Beispiel sind tabu. Auch wenn sie nur im Spass gemeint sind.»

Kubr (25) hat nach ihrem Studium in Sozialarbeit, Sozialpolitik und Erziehungswissenschaften mit jugendlichen Immigranten in Spanien gearbeitet, bevor sie die Stelle in Uetikon antrat. Es ist ihr wichtig, den Jugendlichen eine erwachsene Bezugsperson zu sein, die weder Vater noch Mutter noch Lehrer ist. «Beim Organisieren einer Party, beim Aufräumen, Jöggelen oder Grillieren kommt ein ganz anderer Austausch mit den Jugendlichen zustande.»

Jugi mit neuem Innenleben

Dass Kubr und Santmann im Freien, unter Fichten, die Vorbereitungen zum Start des Jugis tätigen, hat einen triftigen Grund: Das Innere des Jugendhauses ist eine Baustelle. Die acht Wochen, in denen das Jugi geschlossen war, hat die Gemeinde genutzt, um das Interieur auf Vordermann zu bringen. Pünktlich zur Eröffnungsparty steht den Jugendarbeiterinnen und Jugendlichen eine grosszügige neue Küche zur Verfügung. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.08.2008, 07:28 Uhr

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