Das Volketswiler Möbelhaus Scan Natura muss raus

Das Gebäude an der Industrie-strasse 19 soll einem Neubau weichen. Die Mieter müssen Ende September raus. Noch hat die Möbelfirma Scan Natura aber kein neues Zuhause.

Allan Nielsen, Filialeleiter der Scan Natura in Volketswil muss seine Möbel bis Ende September liquidieren.

Allan Nielsen, Filialeleiter der Scan Natura in Volketswil muss seine Möbel bis Ende September liquidieren. Bild: Nathalie Guinand

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das dänische Möbelhaus Scan Natura muss seine Räumlichkeiten an der Industriestrasse 19 in Volketswil per Ende September verlassen. «Wir haben vor rund zehn Wochen die Kündigung erhalten», bestätigt Filialleiter Allan Nielsen. Das Gebäude, in welchem Scan Natura seit 13 Jahren Massivholzmöbel verkauft, wird abgerissen. An seiner Stelle soll ein zweistöckiger Neubau mit einer Verkaufsfläche von 4845 Quadratmetern entstehen.

Der Belegschaft gekündigt

Als Nielsen vor drei Jahren die Volketswiler Filiale übernahm, schloss er mit dem Besitzer einen Mietvertrag mit dreimonatiger Kündigungsfrist ab. «Ich wusste damals nicht, wie das Geschäft laufen würde, und so war es mir mit einer kurzen Kündigungsfrist wohler.» Heute zahlt er dafür einen hohen Preis. Nielsen hat nämlich für sein Möbelgeschäft noch kein neues Zuhause gefunden. «So einfach ist es nicht, etwas Passendes am richtigen Ort zu finden», sagt der 29-jährige gebürtige Däne. Das Geschäft habe eine treue Stammkundschaft im Zürcher Oberland, darum wolle er auch in Uster, Dübendorf oder Volketswil bleiben. «Ich hoffe, bis zum November etwas Passendes gefunden zu haben.» Trotzdem liquidiert Nielsen derzeit das ganze Sortiment. Und weil die Herbstlieferung bereits bestellt ist und in diesen Tagen eintrifft, muss er auch die neue Kollektion zu «radikal reduzierten Preisen» an den Mann bringen. «Weil ich keinen neuen Vertrag in der Tasche habe, weiss ich nach Ende September nicht, wohin mit den Möbeln», erklärt er.

Auch wenn für Nielsen feststeht, dass er das Geschäft an einem neuen Ort weiterführen wird, stehe in den Sternen, wann er ein passendes Verkaufslokal finden werde. «Darum habe ich den drei Angestellten kündigen müssen», bedauert der Filialleiter. Er wolle ihnen nicht im Weg stehen, wenn sie sich nach etwas Sicherem umsehen wollten, führt er aus. «Trotzdem ist die Stimmung im Team gut. Denn obwohl die Suche schwierig ist, sind wir zuversichtlich, dass wir einen geeigneten Standort finden werden.» Dann würde er selbstverständlich sein kleines Team wieder anstellen wollen. Nielsen ist optimistisch: «Das Gute an dieser verzwickten Situation ist, dass wir fast täglich von den Kunden Vorschläge erhalten, wo wir hinziehen könnten.» Dies zeige ihm, dass er und sein Team gute Arbeit geleistet hätten. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.09.2008, 09:08 Uhr

Abo

Weekend-Abo

Unter der Woche Zugang auf das digitale Angebot, am Wochenende die Zeitung im Briefkasten. Jetzt testen.

Blogs

Mamablog Best of: Weiblich, verheiratet, sucht …

Von Kopf bis Fuss So einfach geht Sommerglück!

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Die Welt in Bildern

Farbiger Protest: Hunderte Bauern nehmen an einer Kundgebung in Mexiko teil. Sie verlangen, dass die Landwirtschaftsklausel im NAFTA-Handelsabkommen nicht erneuert wird. (26.Juli 2017)
(Bild: EPA/Mario Guzman) Mehr...