Dem gelben Schirm entgegenschwimmen

Am Samstag schwammen 135 Personen die 1,8 Kilometer von Thalwil nach Küsnacht.

In der Thalwiler Morgenfrische wagen sich die Seeüberquerer, die sich kurz zuvor ihrer wärmenden Kleider entledigt haben, auf die Strecke nach Küsnacht.

In der Thalwiler Morgenfrische wagen sich die Seeüberquerer, die sich kurz zuvor ihrer wärmenden Kleider entledigt haben, auf die Strecke nach Küsnacht. Bild: Silvia Luckner

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Düster war das Wetter am frühen Samstagmorgen. Regen fiel. Doch auf die Startzeit um 9 Uhr hin klarte es auf. Die Sektion Küsnacht der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft hatte den Entscheid zum Durchführen der Seeüberquerung aufgrund der guten Wetterprognose gewagt. In der Morgenfrische behielten viele der Schwimmerinnen und Schwimmer möglichst lange die wärmenden Kleider an. Das nasse Element war 2 Grad wärmer als die Luft: 22 Grad.

Schiffe hatten die Schwimmerinnen und Schwimmer vom Strandbad Küsnacht zum Startort im Thalwiler Seebad Ludretikon gebracht. Dabei war auch die junge Präsidentin des organisierenden Vereins, Martina Mettler. Vom Schiff des Seerettungsdienstes aus begrüsste sie die Schar und liess diese kurz nach 9 Uhr auf die 1,8 Kilometer lange Strecke starten.

Nicht jeder kommt durch

Bald schwammen die stilsicheren Crawler vorne weg, die weniger geübten hintendrein. Diese waren gefolgt vom Gros der Brustschwimmer mit ihren erhobenen Köpfen. Bedeckt waren diese mit roten, gelben und weissen Käppchen. Der älteste Kopf darunter gehörte einer 71-jährigen Frau aus Winterthur, der jüngste einem 12-jährigen Knaben und einem 11-jährigen Mädchen, beide aus Meilen. Einem jungen Mann fehlte die Kraft für die ganze Strecke, er vertraute sich einem Rettungsboot an. Der schnellste Schwimmer erreichte nach 28 Minuten den Zielort, der mit einem gelben Sonnenschirm markiert war. Die Sonne lugte durch eine Lücke in der Wolkendecke herab. Als alle an Land waren, ging ein Regenschauer nieder. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 11.08.2008, 09:04 Uhr

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