Der FC Uetikon kämpft für einen eigenen Platz

Der junge FC Uetikon wächst und hat zu wenig Platz. Bis die Gemeinde einen Fussballplatz baut, kann es aber noch dauern.

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«Uns geht bald die Luft aus», sagt Beat Ladner, Präsident des FC Uetikon. «In zwei bis drei Jahren reicht der Sportplatz des Schulhauses Rossweid nicht mehr aus für den FC Uetikon.» Falls man in diesem Zeitraum keine Perspektive für einen eigenen Fussballplatz habe, müsse man das Projekt FC Uetikon vielleicht wieder abbrechen.

Der FC Uetikon wurde im Januar 2006 gegründet. Bis jetzt war es eine Erfolgsgeschichte. Genau dieser Erfolg wird für den Verein nun aber zum Problem. Begann man vor bald drei Jahren noch mit einem F-Junioren-Jahrgang für 7- und 8-Jährige, ist der FC Uetikon seither jedes Jahr um eine Mannschaft gewachsen. Die Zahl der Mitglieder dürfte in den nächsten Jahren weiter steigen.

Heute zählt der Verein rund 170  Mitglieder. Davon trainieren etwa 100  Kinder zwischen 6 und 12 Jahren von April bis Oktober im Fussballplausch, einem wöchentlichen Training ohne Spiele und Leistungsdruck. Weitere 45 Junioren – verteilt auf drei Mannschaften – trainieren ganzjährig und nehmen an der Meisterschaft oder an Turnieren teil.

Die Rossweid reicht nicht für alle Anders als FC Uetikon ist der Platz auf der Rossweid nicht gewachsen – der Rasen, den der Fussballclub mit der Schule und anderen Vereinen teilen muss, hat seine Belastungsgrenze längst erreicht. Für die Trainings und Spiele auf Fussballplätze in Nachbargemeinden auszuweichen, ist für Ladner keine Alternative: Die Eltern müssten ihre Kinder ins Training chauffieren, da diese oft noch nicht selbstständig anreisen könnten. So würde man wohl einen Grossteil der jungen Mitglieder verlieren, befürchtet Ladner. Zudem kämpfen auch die benachbarten Fussballvereine von Oetwil, Männedorf, Meilen und Egg mit Platznot.

Ohne Fussballplatz in der Gemeinde kann der FC Uetikon auch nicht dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) beitreten und muss darum im Namen des FC Männedorf an der Meisterschaft teilnehmen. Mit diesem arbeitet der FC Uetikon seit der Gründung eng zusammen. Um den Beitritt in den SFV und den FC Uetikon geht es Ladner aber nicht in erster Linie, sondern um den Fussballplatz selbst. Denn der Verein sei ursprünglich gegründet worden, um der Forderung nach einem Sportplatz Nachdruck zu verleihen: «Das wird kein Prestigeobjekt des FC Uetikon. Die Kinder sollen Sport treiben können – an einem Ort im Dorf, den sie zu Fuss erreichen.» Es könne nicht sein, dass Uetikon mit seinen rund 6000 Einwohnern keinen eigenen Fussballplatz habe, während es schweizweit etwa pro 25oo Einwohner einen solchen gebe.

Gemeinde prüft Standorte

Die Suche nach einem Standort aber gestaltet sich schwierig: Laut Gemeindeschreiberin Claudia Oswald steckt man zurzeit mitten in den Abklärungen. Zusammen mit dem kantonalen Amt für Raumplanung und dem Verein begutachte und prüfe man alle ebenen Flächen in der Gemeinde ab 10'000 Quadratmetern.

«Der Gemeinderat ist einem Fussballplatz nicht abgeneigt», sagt Gemeindepräsident Kurt Hänggi, «er war bis jetzt aber kein Traktandum.» Bis Uetikon einen eigenen Fussballplatz hat, könnte es noch lange dauern. Der Platz ist zwar Gegenstand des Richtplans, dessen Zeithorizont beträgt aber über 20 Jahre. Zudem muss über einen Platz – bei Kosten von rund einer Million Franken – zuletzt das Volk bestimmen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 07.10.2008, 20:26 Uhr

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