Drei Genossenschaften bauen neue 53 Wohnungen

In den nächsten Tagen beginnt an der Ustermer Brandstrasse der Bau einer Wohnsiedlung. Drei Genossenschaften bieten Minergie-Wohnungen an.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

An der Brandstrasse liegt eine grosse Baugrube. Der Werkhof des Kantons ist verschwunden, das belastete Material der ehemaligen Kiesgrube entsorgt. Im Spätherbst 2009 sollen auf dem Areal drei neue, fünfgeschossige Häuser mit 53 Wohnungen stehen. Bauherren sind drei Wohnbaugenossenschaften. Die regionale linke Gewo Züri Ost und zwei lokale bürgerliche – die Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Uster und die Baugenossenschaft für zeitgemässes Wohnen – haben sich für das Projekt zusammengefunden. Am Donnerstagabend legten Bauherren, Unternehmer, Nachbarn und Mietinteressenten den Grundstein.

Jeder Genossenschaft gehört ein Haus. Das Land – gut 9000 Quadratmeter – haben sie vom Kanton und von der Stadt Uster erworben. Das Architekturbüro asa, Rapperswil/Uster, hat die Siedlung konzipiert. Das Büro hat sich in einem Wettbewerb gegen acht Konkurrenten durchgesetzt. Die Siedlung entspricht dem Minergiestandard, und Behinderte sollen keinerlei Schranken finden.

Während die Wohnungsgrössen in zwei Häusern zwischen 2,5 und 5,5 Zimmern variieren, baut die Gewo Züri Ost in ihrem Haus nur Wohnungen mit 2,5 und 3,5 Zimmern. Ihr Haus ist für Einzelpersonen und Paare ab 50 Jahren gedacht. «Die Grundrisse der Wohnungen sind eher bescheiden», sagt Gewo-Präsidentin Bigi Obrist (Wetzikon). Dafür stehen den künftigen Mietern im Attikageschoss ein Gemeinschaftsraum sowie Ateliers, Büros und ein Gästezimmer zur Verfügung. Die Mietzinse sollen zwischen 1350 und 1900 Franken liegen, ohne Heizung und Tiefgaragenplatz. «Billig ist das nicht», räumt Obrist ein, «aber günstig.» Bereits gebe es eine Gruppe von Interessenten, welche eine Hausgemeinschaft mit teilweiser Selbstverwaltung bilden wollten. Die Hälfte der Wohnungen ist reserviert, hauptsächlich von Frauen.

Mieterinteresse ist vorhanden

Auch Christian Keller von der Baugenossenschaft für zeitgemässes Wohnen hat schon zahlreiche Anfragen für die Wohnungen. «Mietverträge schliessen wir aber erst ab Anfang nächsten Jahres ab», sagt Keller. Denn allzu weit im Voraus lohne sich das nicht, «es drohen sonst zu viele Rückzüge». Zudem könnten die Mietpreise noch ändern.

Keller ist wie Alex Fritsche von der Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Uster überzeugt, dass sich die Wohnungen leicht werden vermieten lassen. Die Lage ist ruhig und doch zentral. Weil die Abstände zwischen den drei grossen Häusern relativ gross sind, sind die Wohnungen zudem hell. Jedes Haus hat seinen privaten Aussenbereich. Der zentrale Platz und das Spielfeld in der Westecke stehen allen künftigen Bewohnern offen. Sie sollen gemeinsame Aktivitäten fördern.

Alex Fritsche wies am Donnerstag darauf hin, dass im Bezirk Uster lediglich 5 Prozent des Wohnungsbestandes den Genossenschaften gehörten. Im Kanton sind es doppelt so viele. Die Mietzinsen sind bei den Genossenschaften durchschnittlich 20 Prozent günstiger als bei den privaten. Deshalb seien neue Wohnungen im gemeinnützigen Bau hoch erwünscht, glaubt Alex Fritsche.

Ende Juni hat der Generalunternehmer Karl Steiner das Kommando auf dem Bauplatz übernommen. Ende Februar nächsten Jahres sollen die Rohbauten abgeschlossen sein. Steiner ist verpflichtet, den Bau innerhalb des Kostenrahmens von 26,4 Millionen Franken abzurechnen. Das ergibt einen Preis von 580 Franken pro Kubikmeter Rauminhalt oder von 3400 Franken pro Quadratmeter Nettowohnfläche. Laut Geschäftsführer Jean-Pierre Kuster von der Gewo Züri Ost liege man mit diesen Preisen gut im Markt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.08.2008, 07:59 Uhr

Blogs

Sweet Home Das tut Frauenwohnungen gut

Geldblog Was bei Geldanlagen wirklich wichtig ist

Abo

Digitale Abos

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt lesen:
Neu ab 18.- CHF pro Monat

Die Welt in Bildern

Beinfreiheit einmal anders: Im sächsischen Niederwiesa machen riesige Frauenbeine auf die Ausstellung «High Heels - die hohe Kunst der Schuhe» aufmerksam, die im nahen Schloss Lichtenwalde zu sehen ist. (23. Mai 2017)
(Bild: Sebastian Willnow/DPA) Mehr...