Drei Vorschläge für ein Wetziker Zentrum

Oberwetzikon soll vom Verkehr entlastet werden. Der Gemeinderat präsentierte am Dienstag drei unterschiedliche Varianten. Sie stecken aber noch in den Kinderschuhen.

Bei zwei von drei Verkehrsvarianten soll der Löwenplatz vor der Migros in Oberwetzikon verkehrsfrei gestaltet werden. (Bild: TA Archiv/Peter Würmli)

Bei zwei von drei Verkehrsvarianten soll der Löwenplatz vor der Migros in Oberwetzikon verkehrsfrei gestaltet werden. (Bild: TA Archiv/Peter Würmli)

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Rund 15'000 Fahrzeuge passieren täglich das Zentrum von Oberwetzikon. Hauptknotenpunkte sind dabei die drei Strassen, die zur reformierten Kirche Wetzikons führen - die Usterstrasse sowie die Bahnhofstrasse Nord und Süd. Und genau diese Verkehrsachsen bezeichnete Patrick Neuhaus, Stadtplaner, als «schwarze Korridore». Am Dienstagabend präsentierte er zusammen mit dem Gemeinderat und dem Ingenieurbüro Basler & Hofmann erste Zwischenresultate zur Zentrumsentwicklung Oberwetzikon. «Der Gemeinderat will ein Zentrum von und für Wetzikerinnen und Wetziker schaffen», sagte Babina Caviezel, die parteilose Hochbau- und Planungsvorsteherin.

Elf Varianten, wie das Zentrum rund um den Züri Oberland Märt in Oberwetzikon aussehen könnte, sind eingereicht worden. Auf drei Varianten will sich das Büro Basler & Hofmann nun konzentrieren. Bis Ende Jahr soll die Studie ausgearbeitet sein. Und Anfang 2009 werden die Ergebnisse der Bevölkerung präsentiert.

Die ersten Versuche, Wetzikon zu einem wirklichen Ortszentrum zu verhelfen, gehen bereits in die Sechzigerjahre zurück. Bevölkerungsumfragen zeigen, so Caviezel, «dass ein neues Zentrum in Oberwetzikon ein Bedürfnis ist».

Variante I: Verkehr verlangsamen

Die Variante Null-Plus sieht vor, dass der Strassenraum umgestaltet wird. Diese räumliche Veränderung soll bei den Verkehrsteilnehmern eine Verhaltensänderung erwirken. Eine Alternativroute für den Durchgangsverkehr ist jedoch nicht geplant. Dadurch bleibt das Verkehrsaufkommen mengenmässig gleich, wird aber verstetigt und verlangsamt. Es ist die günstigste Variante. Für das Zentrum Oberwetzikon ist diese Variante keine Entlastung, sie bringt aber eine Verbesserung der Verkehrssituation.

Variante II: Verkehr umleiten

Die Sunnehalde-Variante soll den gesamten Verkehr zwischen reformierter Kirche und Gemeindehaus auf den Sunnehaldeweg umleiten. Dadurch würde der Löwenplatz vor der Migros verkehrsfrei. Der Sunnehaldeweg müsste allerdings baulich angepasst und bis zur Bachtelstrasse verlängert werden. Davon betroffen wäre ein oberirdischer Parkplatz. Der Effekt wäre kleinräumig, dafür hat diese Variante ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, da der Ausbau der Sunnehalde mit eher geringen Kosten verbunden ist.

Variante III: Verkehr verlagern

Bei der Pappelstrasse-Variante wird das Stadtzentrum via einer Spange nördlich der Bahngleise mit Anschlüssen an die Pappelstrasse und den Kreisel Uster-/Tödistrasse umfahren. Durch die Geländeerhöhung auf der Tödistrasse führt ein Tunnel. Diese Variante würde das Quartier um die Kirche stark entlasten, und der Löwenplatz wäre verkehrsfrei. Doch ein Mehrverkehr auf den Entlastungsrouten wäre unumgänglich. Zudem wär der Bau von zwei Gleisunterführungen und einem Tunnel an der Tödistrasse mit hohen Kosten verbunden.

Bevölkerung gespalten

Einige der Interessenten standen den verschiedenen Verkehrsvarianten am Dienstagabend skeptisch gegenüber. Sie bemängelten, dass die Konzepte das Verkehrsproblem zu spezifisch für Oberwetzikon angehen und nicht den Grossraum Wetzikon miteinbeziehen. Gemeindepräsident Urs Fischer (FDP) entgegnete darauf, dass Projekte am Laufen seien und es wichtig sei, dass man in Oberwetzikon nicht warte, sondern bereits heute handle. So dachten auch weitere Besucher der Informationsveranstaltung. «Mit der Variante Null-Plus sollte schnell begonnen werden. Am besten schon, während die anderen Projekte noch am Laufen sind, dann würden die Wetziker sehen, dass etwas läuft», sagte ein Interessent.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.10.2008, 09:06 Uhr

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