Eine neue Begegnungszone für die Kanti Bülach

Die Kantonsschule Bülach wird erweitert. Aus der jetzigen Aula und Mensa entsteht ein neues multifunktionales Gebäude.

Das neue zweistöckige Gebäude der Kanti Bülach steht auf einem Sockel.

Das neue zweistöckige Gebäude der Kanti Bülach steht auf einem Sockel. Bild: PD

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Die Kantonsschule Zürcher Unterland platzt aus allen Nähten. Erschien der Gebäudekomplex bei seiner Eröffnung vor 36 Jahren als riesig, werden heute vor allem die Mensa und die Mediothek den Bedürfnissen der 940 Schüler und Schülerinnen nicht mehr gerecht. Heute werden beide Bereiche nicht nur zum Bücherausleihen oder Essen, sondern verstärkt zum Arbeiten genutzt, erklärt Rektor Felix Angst. Daher veranstaltete die Baudirektion Kanton Zürich im Auftrag der Bildungsdirektion einen Architekturwettbewerb mit der Aufgabe, Mensa und Mediothek zu erweitern und Zusatzräume zu schaffen.

Gestern gab der Rektor Felix Angst zusammen mit dem Zürcher Kantonsbaumeister Stefan Bitterli den Siegerentwurf dieses Projektwettbewerbs bekannt, der mit 17'000 Franken dotiert ist. Er stammt von der Architektin Roswitha Büsser von der Zürcher Leutwyler Partner Architekten AG.

Erhöht, integriert, multifunktional

Laut Stefan Bitterli habe dieser Entwurf von den 67 eingereichten Projekten am besten die «Knacknuss» geknackt, in einem 70er-Jahre-Komplex ein neues Gebäude zu errichten. Dieses sollte sich in den bestehenden Campus gut einfügen und über Zusatzflächen verfügen. Ausserdem sollte sich das Gebäude betriebswirtschaftlich rechnen und ökologisch nachhaltig sein, sagte Stefan Bitterli.

Rund 7,5 Millionen Franken wird nun der Umbau der bestehenden Mensa/Aula kosten. Nach den Plänen von Roswitha Büsser wird das bestehende Aula-Mensa-Gebäude in seinen Grundzügen beibehalten und im Bereich des Foyers und der Mensa um eine Etage aufgestockt. Die charakteristischen Oberlichter des Foyers werden jedoch beibehalten. «Man muss gar nicht viel machen», sagt die Architektin. Der jetzige Baukomplex sei in seiner «Schlichtheit» sehr ausdrucksstark, was der Kantonsbaumeister Stefan Bitterli ebenfalls betonte. Das neue Gebäude orientiere sich mit seiner Fassade an dieser Schlichtheit. Die geplanten grob verputzten Wandflächen, die sich mit grosszügig dimensionierten Blechfeldern und tief eingeschnittenen Bandfenstern abwechseln, passen sich laut Jury sehr gut in das Gesamtbild des Schulkomplexes ein. Hinzu kommt, dass das Gebäude weder zum Campuszentrum hin noch nach aussen Richtung Grünzone erweitert wurde. Das sei ein klarer Pluspunkt dieses Projekts gewesen, erklärt Stefan Bitterli. Denn mit einer Erweiterung in Richtung Zentrum hätte sich die Symmetrie des Gesamtkomplexes dramatisch verändert und mit einer Ausweitung nach aussen, wäre der Grünbereich, der sich wie ein Rand um das Schulgelände schlängelt, zu sehr gestört worden. Der Siegerentwurf habe die Jury, zu der auch Rektor Felix Angst gehörte, gerade durch seine durchdachten, sparsamen Eingriffe überzeugt, sagt Stefan Bitterli. Auch, dass durch die geplante kompakte Bauweise in Verbund mit dem Glasanteil der Energiebedarf des Gebäudes niedrig ausfallen dürfte.

Der Innenraum wird noch geplant

Abzuwarten bleibe jedoch noch die Ausarbeitung der Innenräume. Klar ist, dass in dem neuen Gebäude Mediothek, Mensa und Aula als eine Begegnungszone zusammengefasst werden. Wie das jedoch konkret aussehen wird, arbeite man jetzt aus, sagt Stefan Bitterli. Sicher sei, dass es fliessende Übergänge, Arbeitsplätze für Einzelne oder Gruppen geben werde. Zudem sei die Mediothek als multimedialer Arbeits- und Studierraum konzipiert. Die Räume, in denen die Mediothek bislang untergebracht ist, müssten nach deren Auszug saniert und angepasst werden. Der Umbau beginnt voraussichtlich Mitte 2010 und dauert zirka zwei Jahre. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.09.2008, 21:57 Uhr

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