Friedhofparkplätze sind legal

Auf einer Wiese neben dem Friedhof hatte die Stadt Uster ohne Baubewilligung 40 Parkplätze angelegt. Der Kanton hat diese nun nachträglich bewilligt.

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Die temporären Parkplätze auf der Wiese in der Freihaltezone beim Friedhof Uster sind rechtskräftig. Der Kanton hiess das von der Stadt Uster nachträglich eingereichte Baugesuch Ende Juni gut.

Die 48 Parkplätze hatten für einigen Wirbel gesorgt. SP-Gemeinderat Balthasar Thalmann war im Juni 2007 aufgefallen, dass beim Friedhof Parkplätze gebaut worden waren. Dazu war eine Wiese in der Freihaltezone eingekiest und mit einem Holzzaun abgegrenzt worden. Der Grund: Der Stadtrat wollte die Wiese bei Bedarf als Parkplatz bei Abdankungen mit vielen Besuchern nutzen. Pikant dabei ist die Tatsache, dass der Stadtrat davon ausging, für eine solche Nutzung sei keine Baubewilligung nötig.

Nachträgliche Baubewilligung erteilt

Ein Anwohner wandte sich daraufhin mit einer Aufsichtsbeschwerde an den Regierungsrat. Er bat ihn, die Frage zu klären, ob für die Umgestaltung der Wiese tatsächlich keine Baubewilligung nötig sei. Der Regierungsrat reagierte prompt und schrieb, dass die Stadt Uster ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren durchführen werde. Am 9. Mai war das Baugesuch im Amtsblatt ausgeschrieben. Ein Verband forderte den baurechtlichen Entscheid an, reichte jedoch keinen Rekurs ein.

Da die Parkplätze in der Freihaltezone liegen, musste auch der Kanton das Baugesuch beurteilen. In einer Freihaltezone gilt grundsätzlich ein Bauverbot. Ende Juni erteilte der Kanton dennoch die Baubewilligung, wie der Ustermer Bausekretär Marc Furrer auf Anfrage bestätigte.

Der Kanton begründet seinen Entscheid damit, dass diese Wiese zusammen mit dem Friedhof in einer gemeinsamen Freihaltezone liege. Darum diene die Wiese der Friedhofnutzung, und es sei es zulässig, auf der Wiese temporäre Parkplätze für Friedhofbesucher einzurichten. Eine andere Nutzung der Parkplätze als für Abdankungen sei jedoch nicht erlaubt. Sie dürfen also nicht für andere Anlässe wie beispielsweise während des Uster Märt genutzt werden.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.10.2008, 22:08 Uhr

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