Golfer wollen zeitgemässes Clubhaus

Das Clubhaus des Golfclubs Breitenloo ist veraltet. Nun soll es teilweise abgebrochen und neu erstellt werden. Einen Prunkbau werde es aber nicht geben, versichern die Golfer.

Das Clubhaus in Breitenloo geht auf das Jahr 1966 zurück. Jetzt plant der Golfclub Breitenloo hier einen Neubau.

Das Clubhaus in Breitenloo geht auf das Jahr 1966 zurück. Jetzt plant der Golfclub Breitenloo hier einen Neubau. Bild: David Bär

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«Wir befinden uns eigentlich erst in der Planungsphase», erklärt Pressesprecher Peter Hauzenberger vom Golfclub Breitenloo. Der private Golfclub, auf einer Hochebene in Oberwil bei Nürensdorf gelegen, gehört zu den ältesten der Schweiz. Hier schwingen auch Prominente wie der ehemalige Nestlé- und Credit-Suisse-Präsident Rainer E. Gut den Schläger. Das 1966 erbaute Golfclubhaus ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Es handelt sich um ein flaches, eingeschossiges Gebäude am Waldrand zuhinterst auf der Ebene. Nun soll es zu gunsten eines moderneren Baus teilweise abgebrochen und erweitert werden, wie dem kantonalen Amtsblatt zu entnehmen ist. Ausgeschrieben sind ein Restaurantgebäude, der Umbau des Garderobengebäudes und ein Annexbau.

Seit der Aufnahme des Spielbetriebs vor 42 Jahren sei das Hauptgebäude dynamisch mitgewachsen, sagt Hauzenberger. Die letzten Bautätigkeiten am weitläufigen Clubhaus inmitten des kurz geschnittenen Grüns nahmen die Golfer vor elf Jahren vor. Inzwischen habe man jedoch bauliche Mängel entdeckt und erkannt, dass am äusserlich modern erscheinenden Komplex ein Renovationsbedarf bestehe.

Weder Hotelanlage noch Schlösschen

Wenn man schon etwas machen müsse, dann wollten sie die Gelegenheit gleich für eine grundlegende Erneuerung nutzen, lautet die Breitenlooer Devise. Unter Einbezug der feuerpolizeilichen Vorschriften wie auch modernerer Hygienestandards sei man zum Schluss gekommen, dass ein Neubau am meisten Sinn mache. Immerhin gehören dem traditionell ausgerichteten Golfclub rund 500 Mitglieder an. Seit man von allen Seiten mit Lob für den kürzlich komplett neugestalteten 18-Loch-Kurs überschüttet wurde, seien auch die Ansprüche an die Infrastruktur etwas gestiegen, erklärt Hauzenberger. «Man sagt von Breitenloo, es sei einer der schönsten Golfplätze der Schweiz.» Aber deswegen möchte man jetzt nicht etwa ein herrschaftliches Landhaus oder gar ein Schlösschen bauen, beruhigt der Clubsprecher. «Einer, der zehn Jahre nicht mehr bei uns war, würde die Veränderungen äusserlich wohl nicht bemerken», so Hauzenberger.

Das Neubauprojekt soll im Winter 2009/10 in Angriff genommen werden. Bis dahin laufen noch verschiedene Fristen und es müssen noch etliche Abklärungen getroffen werden. Hauzenberger ist aber zuversichtlich, dass dieses Bauprojekt schneller und einfacher umgesetzt werden kann als die umfangreiche Platzneugestaltung, die im Juli 2006 abgeschlossen wurde. Dies war erst mit einjähriger Verspätung nach aufwändigem «Verhandlungsmarathon» mit dem Kanton und etlichen Amtsstellen gelungen.

Während 30 Jahren gehörte Breitenloo zu den wenigen und gleichzeitig wichtigsten Golfplätzen der Region Zürich. Der Clubgründung gingen zähe Verhandlungen voraus, da die ortsansässigen Bauern den «Eindringlingen aus der Stadt» nicht gerade freundlich gesinnt waren. Inzwischen gehören die Golfer zum Ortsbild. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 17.09.2008, 21:54 Uhr

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