Grob zieht schon jetzt von Horgen weg

Die Wirtschaftslage ist so schlecht, dass die Grob AG schon dieses Jahr mit dem Wegzug aus Horgen beginnt. 12 Personen haben die Kündigung bereits erhalten.

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Die Grob AG wollte ihren Standort in Horgen ursprünglich ab 2009 bis Ende 2010 etappenweise nach Lachen im Kanton Schwyz und Budweis in Tschechien verlegen. Nun beginnt das Unternehmen mit der Überführung schon dieses Jahr, wie die Grob AG gestern mitteilte. Voraussichtlich Ende 2009 wird das Unternehmen, welches Zubehör für die Textilmaschinenindustrie herstellt, Horgen ganz verlassen haben – also ein Jahr früher als geplant.

100 Stellen werden abgebaut

Der vorgezogene Umzug hat bereits personelle Konsequenzen. 12 Mitarbeitende haben im August die Kündigung erhalten, 23 werden im September entlassen. Die Grob AG werde etwa 70 Personen im nächsten Jahr kündigen, sagt CEO Roland Karle. Das Unternehmen baue rund 100 Stellen ab. An der Höhe des Stellenabbaus habe sich nichts verändert, er erfolge aber früher als geplant. Für die entlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es einen Sozialplan.

Kosten früher einsparen

Grund für die vorzeitige Überführung nach Lachen und Tschechien sei die anhaltend miserable Konjunkturlage, sagt Karle. Das Unternehmen profitiere nun früher von den Kosteneinsparungen. Zudem sei die Verlagerung mit weniger Risiko verbunden. Die Grob AG müsse kaum befürchten, dass ihr wegen der Verlagerung Aufträge entgingen oder sie in Produktionsengpässe gerate.

Die Grob AG wird in Lachen einst 200 bis 250 Personen beschäftigen. Die Anzahl Mitarbeitende stehe noch nicht fest, sagte Karle, hange aber weniger von der Konjunktur ab als in Tschechien, wo die Massenproduktion angesiedelt sei. In Lachen würden neue Produkte entwickelt oder spezielle Serien oder Kleinstaufträge ausgeführt. Dieser Bereich sei weniger konjunkturabhängig als die Serienproduktion.

Schon im letzten Dezember ist die Grob AG mit rund 100 Mitarbeitern der Verwaltung von Horgen nach Lachen in ein neues Gebäude umgezogen. Die Grob AG hatte ihre Liegenschaften in der Nähe des Bahnhofs Horgen 2005 an die Immobiliengesellschaft Mobimo AG verkauft und ist dort nur noch eingemietet. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 05.09.2008, 02:39 Uhr

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