Grossandrang beim Dielsdorfer Dorffest

Ländlerkönig Carlo Brunner mit seiner Ländlerkapelle zog viele Besucher ans Dorffest Dielsdorf. Das führte zu Platzmangel und Wartezeiten bei den Essständen.

Ländlerkönig Carlo Brunner (am Saxofon) und seine Kapelle erfreuten sich am Dielsdorfer Dorffest beim ihrem Auftritt grosser Beliebtheit. (Bild: Baumann)

Ländlerkönig Carlo Brunner (am Saxofon) und seine Kapelle erfreuten sich am Dielsdorfer Dorffest beim ihrem Auftritt grosser Beliebtheit. (Bild: Baumann)

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Am Samstagabend findet die Hauptattraktion des Dielsdorfer Dorffestabends auf dem Pausenplatz des Primarschulhauses Früebli statt: Carlo Brunner tritt dort mit seiner Ländlerkapelle vor vollen Rängen auf. Die sechs Musiker spielen auf der Openair-Bühne, was sich wohl kein Dielsdorfer entgehen lassen will.

Die Sitzplätze vor der Bühne sind jedenfalls voll besetzt, als die Band aufspielt. Längst nicht alle der geschätzten 300 Musikliebhaber finden aber auf den zur Verfügung gestellten Sitzen einen Platz. Deshalb nutzen sie jede mögliche Sitzgelegenheit auf Steinen und Treppen aus. Offenbar haben die Veranstalter nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet. Vielen Besuchern bleibt nichts anderes übrig, als das Konzert stehend aus der Ferne zu verfolgen oder auf der frei gelassenen Tanzfläche direkt vor der Bühne das Tanzbein zu schwingen.

Eine halbe Stunde nach Konzertbeginn reagieren die Veranstalter: Es werden für rund 150 zusätzliche Gäste Sitzmöglichkeiten geschaffen. Diese sind sofort alle wieder belegt. Carlo Brunner kommentiert auf der Bühne die Reaktion der Veranstalter: «Schön, die Leute kommen immer näher zu uns. Dafür wird die Tanzfläche halt immer kleiner.» Die Sorge um die Tanzfläche ist aber unbegründet.

Eine Sommernacht mit dem König

Weiterhin nutzen viele Paare die Gelegenheit zum Tanz. «Gestern spielten wir noch im Schnee an einer Bergchilbi», erzählt der Ländlerkönig zwischen zwei Stücken. «Heute können wir uns über die sommerlichen Temperaturen in Dielsdorf freuen.» Er könne von der Bühne aus den Vollmond sehen, dies sorge für ihn zusätzlich für eine schöne Nacht, sagt Brunner. Neben dem vom gestrigen Abend inspirierten Lied «Schlittenplausch» spielt die Kapelle auch langsamere Kompositionen wie «Der träumende Schäfer».

In der Turnhalle direkt neben der Openair-Bühne organisiert der Musikverein Dielsdorf parallel zum Auftritt von Carlo Brunner ebenfalls ein Volksmusikkonzert der Gruppe Horizont. Es zeigt sich, dass es an einem solchen Dorffest nicht einfach ist, neben dem Ländlerkönig zu bestehen. Obwohl in der Halle genügend Sitzplätze vorhanden wären, lockt die Gruppe nur knapp 50 Zuschauer an.

Ebenfalls gleichzeitig findet in der Fusion Lounge des Fussball- und Handballclubs ein Rockkonzert statt. Dieses mag vor allem die Jungen zu begeistern: Das Zelt platzt beinahe aus allen Nähten. Der Eingang zum Zelt ist verstopft, und es scheint, als könnte das Zelt keinen einzigen weiteren Besucher fassen. Selbst die Sitzbänke ausserhalb des Festzelts sind zu später Stunde noch voll besetzt.

Aber nicht nur die Platzverhältnisse geben an diesem Samstagabend zu Reden. Auch wer etwas Essen will, braucht ein wenig Geduld. Die meisten Sitzplätze in den Beizen sind zur Essenszeit besetzt, und die Pfannen dampfen auf vollen Touren. Das Angebot der Speisen ist entsprechend vielfältig: Von den obligaten Würsten über asiatische Gerichte bis zu Berner Spezialitäten wird alles geboten.

Verkaufserlös für einen guten Zweck

Die Stände der Vereine sind im ganzen Dorfkern verteilt und befinden sich meist entlang der Früeblistrasse. Einige Vereine erhielten aber einen weniger zentralen Standort zugeteilt. Einen solchen Standort abseits des Trubels hat der Rotary Club erhalten. In einem kleineren Zelt serviert der Club Pastavariationen. Wo die meisten Vereine für ihre Vereinskasse arbeiten, gehen beim Rotary Club die Einnahmen des Abends an eine Stiftung. Der Erlös wird für die Renovation des Schlossturms der Stiftung Schloss Regensberg eingesetzt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 18.08.2008, 07:15 Uhr

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