Hirzel-Sperrung: 80 Prozent weniger Verkehr

Die Verkehrszahlen an der Zugerstrasse sind während der Sperrung drastisch gesunken. Das hat der Verkehrszähler bei der Post registriert.

Der blaue Kasten zählt alles, was vorbeikommt, und kann sogar einen Bus von einem Lastwagen unterscheiden. (Bild: E. Magdalena Preisig)

Der blaue Kasten zählt alles, was vorbeikommt, und kann sogar einen Bus von einem Lastwagen unterscheiden. (Bild: E. Magdalena Preisig)

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Der blaue Kasten gegenüber der Post zählt die Fahrzeuge in beiden Richtungen. Er ist installiert auf dem Trottoir an der Fahrbahn Richtung Zug. Aus den Zahlen der letzten Woche lässt sich herauslesen, dass der Verkehr in der ersten Woche der Totalsperrung der Zugerstrasse naturgemäss stark abnahm. Passierten am Montag 5019 Fahrzeuge, waren es am Sonntag allerdings immer noch 3381.

«Nimmt man den Durchschnitt dieser Woche, entspricht das einem Anteil von 22 Prozent, also gut einem Fünftel des durchschnittlichen Verkehrs des vergangenen Jahres: 18'600 Fahrzeuge. Die sinkenden Tageswerte zeigen, dass die Route je länger, je mehr gemieden wurde», folgert George Eisler, der die Daten auswertet.

Spitzenwerte am Montag

Eisler stellt zugleich fest, dass die bergseitige Fahrbahn Richtung Zug generell stärker befahren wird als jene Richtung Zürich. Am Montag fuhren 3449 Fahrzeuge Richtung Zug, hingegen nur 1570 Richtung Zürich. Die Statistik weist die Morgenstunde des Donnerstags zwischen zwei und drei Uhr mit vier Fahrzeugen als die ruhigste aus. Am Montagmorgen zwischen sieben und acht Uhr lagen die Spitzenwerte der Woche: 442 Fahrzeuge. Die Sperrung hat den Verkehrsstrom um nahezu 80 Prozent reduziert und den Durchschnittswert des Lastwagenanteils gesenkt.

Donnerten sonst im Schnitt 1410 Schwerfahrzeuge vorbei, waren es noch 162 in der letzten Woche. Das entspricht einem Prozentsatz von 4,1 gegenüber dem Durchschnitt von 7,6 Prozent. «Der verbleibende Verkehr fällt auf den Lokalverkehr: zum Beispiel Heizöllieferungen für Dorfbewohner, das Gewerbe, das zu seinen Kunden fährt, und die Dorfbewohner, die sich mit ihren Personenwagen bewegen», erklärt Eisler. In seiner Statistik findet er eine einzige Null: «Am Dienstagmorgen zwischen drei und vier Uhr fuhr kein einziges Auto Richtung Zug.» Allerdings waren in derselben Stunde sieben Fahrzeuge in die Gegenrichtung unterwegs.

Der blaue Kasten

Der Verkehrszähler 2287 ist vom Tiefbauamt des Kantons installiert worden und registriert Magnetfelder, wie sie von Motorfahrzeugen aufgebaut werden. Metalldrähte, die verdeckt auf den Fahrbahnen befestigt sind, dienen als Fühler. Sie erfassen die Länge und die Geschwindigkeit der passierenden Fahrzeuge.

Die Metallschleifen können auch einen Bus von einem Lastwagen unterscheiden, weil diese Fahrzeugtypen ungleich nahe auf die Fahrbahn hinunterreichen. Im ganzen Kanton sind 250 solcher Kästen verteilt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.08.2008, 07:32 Uhr

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