Horgen budgetiert für 2009 kleinen Gewinn

Die Gemeinde Horgen will den Steuerfuss für das nächste Jahr bei 90 Prozent belassen. Unter dem Strich soll 2009 ein Gewinn von 0,3 Millionen Franken herausschauen.

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Der Bezirkshauptort rechnet für 2009 mit einer «relativ stabilen Steuersituation», wie Finanzvorsteherin Daniela Mosbacher (FDP) gestern sagte. Der Gemeinderat wird der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember beantragen, den Steuerfuss bei 90 Prozentpunkten zu belassen.

Private zahlen mehr

Bei den Privatpersonen geht die Gemeinde von leicht steigenden Steuereinnahmen aus. Das hat wesentlich mit der wachsenen Bevölkerung zu tun. Bei den Unternehmen rechnet Horgen hingegen mit einer rückläufigen Entwicklung der Steuereinnahmen.

Dank steigender Einnahmen von Steuern aus Vorjahren, Grundstückgewinnsteuern und Steuerausscheidungen geht Horgen für das nächste Jahr von 5 Prozent höheren Steuereinnahmen aus. Die Gemeinde erwartet Steuererträge von 75,2 Millionen Franken.

Der Gesamtertrag – neben den Steuereinnahmen sind das vor allem Beiträge des Kantons und Gebühren – soll ebenfalls um 5 Prozent auf 172,3 Millionen Franken ansteigen.

Horgen wird auch im Jahr 2009 Geld in den Steuerkraftausgleich abliefern müssen. Momentan rechnet die Gemeinde mit 5 Millionen Franken. Das wäre eine halbe Million mehr als im letzten Jahr budgetiert.

Beim Aufwand geht die Gemeinde von einer Steigerung auf 172 Millionen Franken aus. Die grössten Zuwachsraten werden in den Bereichen Schule und Soziales auf Horgen zukommen. Unter dem Strich bleibt ein kleiner Gewinn von 0,3 Millionen Franken.

Sagen die Stimmberechtigten an der Urnenabstimmung vom 30. November Ja zum Verkauf des Grundstücks im unteren Hüenerbüel, wird die Gemeinde den Buchgewinn von 4,8 Millionen Franken für ausserordentliche Abschreibungen verwenden. Diese Massnahme würde die Verschuldung senken, «was im Hinblick auf künftige Investitionen wichtig ist», wie Finanzvorsteherin Mosbacher sagte.

Investitionen stehen an

Die Horgner Bevölkerung wird in den nächsten Jahren auf 20'000 Einwohner anwachsen. Die Infrastruktur müsse entsprechend angepasst werden. Zu den wichtigsten Projekten gehören der Neubau der Turnhalle Berghalden und die Schulanlage Gehren.

Im Projekt «Horgen 2020» würden zudem die Aufgaben des Gemeinwesens überdacht. Für zukunftsorientierte Anpassungen seien finanzielle Mittel nötig.

Die Finanzvorsteherin sieht dunkle Wolken am Finanzhimmel aufziehen: «Die gute finanzielle Beurteilung für das Jahr 2009 wird ab 2010 aus wirtschaftlicher Sicht unsicher.» Da sei eine umsichtige Finanzpolitik gefragt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 01.10.2008, 22:55 Uhr

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