Im Grund: Drei neue Pflegestellen

Der Protest der Pflegenden im Ustermer Heim Im Grund hat genützt. Die Verantwortlichen stocken den Stellenplan um drei volle Einheiten auf, wie sie kürzlich mitgeteilt haben.

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Mitte August protestierten Pflegende im städtischen Heim Im Grund in schwarzen T-Shirts gegen ihre schlechten Arbeitsbedingungen. Die Frauen klagten, die Arbeit sei unbefriedigend und lauge sie aus, weil zu wenig Personal zu wenig Wertschätzung erfahre. Tatsächlich haben einige resigniert und ihre Stelle gekündigt.

Die Verantwortlichen – SP-Stadträtin Esther Rickenbacher, Heimleiterin Marianne Dobler und Abteilungsleiter Thomas Rentsch – fielen aus allen Wolken. Doch sie nahmen den Protest ernst und handelten schnell. Einen guten Monat nach dem Protest orientierten sie die Belegschaft der Heime im Grund und Dietenrain am letzten Mittwoch über Sofortmassnahmen, wie es in einer Medienmitteilung von Montag heisst.

Das wichtigste: Im Grund werden drei neue Vollstellen für diplomierte Pflegepersonen besetzen, um das Personal zu entlasten. Man habe seit Juli Abgänge nicht mehr ersetzt, weil wegen des laufenden Umbaus auch die Bettenzahl gesenkt werden sollte, heisst es in der Medienmitteilung. Doch dieser Prozesse verlaufe langsamer als geplant. Deshalb sei es zu Engpässen in der Pflege gekommen.

Darüber hinaus seien auch im Dietenrain Klagen zu den Arbeitsbedingungen laut geworden, heisst es im Communiqué. Auch dort seien bereits «kurzfristige Entlastungen» und «punktuelle Verbesserungen» eingeleitet. Welcher Art sie sind, seteht in der Medienmitteilung nicht.

Schliesslich wird in den nächsten Wochen ein externes Beratungsteam die Organisation der Ustermer Heime unter die Lupe nehmen. Im Dezember wollen Esther Rickenbacher und ihr Kader dann das Personal über dessen Erkenntnisse informieren. Die Massnahmen seien in den Heimen «verhalten positiv» aufgenommen worden, heisst es in der Medienmitteilung. Den Bewohnern der Heime müsse es wohl sein, und die Mitarbeitenden sollten motiviert zur Arbeit gehen, nennt Gesundheistvorsteherin Esther Rickenbacher als Ziele des laufenden Erneuerungsprozesses.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.09.2008, 21:51 Uhr

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