Im Zentrum staut eine Baustelle den Verkehr

Wegen einer Baustelle an der Wachtstrasse gibt es in Adliswil Stau in alle Richtungen. Auch die Busse fahren mit grossen Verspätungen.

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Das Chaos im Adliswiler Stadtzentrum ist perfekt. Von der Kreuzung Kilchberg-, Kronen- und Zürichstrasse bilden sich jeweils in den Morgenstunden und am späteren Nachmittag bis in den Abend hinein in alle Richtungen lange Rückstaus. Ursache des grossen Staus sind die am 11. August aufgenommenen Bauarbeiten an der Wachtstrasse. Bis Ende November werden im Bereich Wachtbrücke bis Eggstrasse die Wasser- und Gasleitungen ersetzt und die Kanalisation erneuert.

In einer ersten Etappe war deshalb die Wachtbrücke nur im Einbahnverkehr in Richtung stadtauswärts/Rüschlikon befahrbar. Stadteinwärts erfolgte die Umleitung über die Kronenstrasse und die Bahnhofbrücke in die Albisstrasse. Mit der Folge, dass der eingangs erwähnte Knotenpunkt komplett überlastet war. Zwar sorgten am Morgen und Abend zwei private Sicherheitskräfte für einen geordneten Ablauf, die langen Rückstaus konnten sie aber selbstverständlich nicht verhindern.

Grosse Verspätungen bei Bussen

Mitten in den langen Autoschlangen standen auch die Busse der Linie 184 (Wollishofen-Sanitas) und der Adliswiler Ortsbus. Am Montagabend betrug der Rückstand des Ortsbusses auf den Fahrplan um 17.30 Uhr zehn, eine Stunde später bereits gute fünfzehn Minuten.

Als Folge davon verpassen viele Pendler ihre S 4, und am Bahnhof Adliswil warten jeweils Dutzende von nicht informierten Fahrgästen auf den Bus. Dass die Fahrpläne des Ortsbusses zu den Hauptverkehrszeiten zur Makulatur verkamen, zeigte sich am Montagabend: Weil der Rückstand auf den Fahrplan schon zu gross war, entschied sich der Chauffeur, die Linie 151 und 153 einmal nicht zu fahren, um so die Verspätung aufzufangen. Die Folge davon waren verärgerte, am Bahnhof Adliswil stehen gelassene Kunden.

SZU zeigt sich überrascht

Bei der für den Zimmerberg verantwortlichen Sihltal-Zürich-Uetlibergbahn (SZU) ging am Dienstag lediglich eine Kundenreklamation ein. Von den Chauffeuren sind keine Meldungen an die SZU gelangt. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» zeigt sich Peter Baertschiger, bei der SZU für die Koordination der Busse verantwortlich, über die Ausmasse der Verspätungen und die ausgefallenen Kurse überrascht. «Für ein derartiges Vorgehen bestehen keine Anweisungen, und dies sollte nicht passieren.» Karl Zollinger, Geschäftsführer der AHW-Busbetriebe in Horgen, die die Busse betreiben, zeigt mehr Verständnis: «Irgendwann muss der Chauffeur entscheiden, wie er in einer solchen Situation am vernünftigsten weiterfahren soll.»

Kein Verständnis zeigt Zollinger dafür, dass es dem Bus 152 und 156 nicht möglich war, die Wachtbrücke auch stadteinwärts in Richtung Bahnhof zu benutzen. Dafür hätte der stadtauswärts rollende Individualverkehr zu den Hauptzeiten lediglich vier Mal pro Stunde während maximal einer halben Minute gestoppt werden müssen. Doch der Kanton war mit diesen Vorschlag nicht einverstanden. Dies mit der Begründung, man wolle in der Albisstrasse keinen Rückstau. Dafür steckten die Busse regelmässig an der Kronenstrasse im Stau. Zumindest bis heute Donnerstag um neun Uhr. Weil die Baustelle an der Wachtstrasse weiter nach oben rückt, ist die Wachtbrücke wieder in beide Richtungen befahrbar.

Ob man deshalb schon Entwarnung geben kann, ist aber fraglich. Ab Montag um neun Uhr nämlich regelt an der Baustelle eine Lichtsignalanlage den Verkehr. Rückstaus in beide Richtungen sind wahrscheinlich. Eine Bevorzugung des Ortsbusses am Lichtsignal ist vorerst nicht geplant, wie Andreas Wernli, Projektleiter der Baustelle, sagt. Würden es die Umstände erfordern, wäre aber eine entsprechende Installation am Lichtsignal als Option möglich. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.08.2008, 08:01 Uhr

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