In Bülach-Nord geht bald der Nordstern auf

Im November öffnet der Club Nordstern an der Schützenmattstrasse in Bülach seine Tore. Bis dahin haben die beiden Betreiber Vito Macchia und Nicolas Ayer noch viel zu tun.

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Auf rund 400 Quadratmetern können Ausgehfreudige an der Schützenmattstrasse 1b im Industriequartier Bülach-Nord ab November abtanzen oder sich gemütlich in der Lounge installieren. Herzstück des Clubs Nordstern wird eine 13 Meter lange geschwungene Bar sein, hinter der auf drei Leinwänden Videoanimationen gezeigt werden. In einem zweiten Raum (Floor) wird ebenfalls eine Lounge eingerichtet. Dort kann jeweils eine andere Art Musik abgespielt werden als im übrigen Club. Für die DJs steht ein separater Bereich zur Verfügung, zu dem nur ihre Gäste Zutritt haben. Im Club Nordstern werden maximal 600 Personen Platz haben. Das Eintrittsalter wird in der Regel 18 Jahre betragen, ausgenommen sind Partys für ein älteres Publikum. Rund 50 Parkplätze stehen auf dem Gelände zur Verfügung, beim Schützenhaus ganz in der Nähe sind nochmals über 100 vorhanden.

Partner ergänzen sich

«Ich wollte schon lange etwas Neues aufbauen», sagt Nicolas Ayer, der 2002 zusammen mit seinem Bruder Olivier das Glasshouse an der Schaffhauserstrasse 111 eröffnet hat. Im Glasshouse ist jedoch ab Ende Jahr Schluss: Allen Mietern auf dem Glashüttenareal wurde gekündigt, die Gebäude werden abgerissen. Nicolas Ayer, der für den technischen Bereich und den gesamten Umbau der Räume verantwortlich zeichnet, machte sich für sein Club-Projekt auf die Suche nach einem geeigneten Partner, der sich in der Musik- und Partyszene auskennt und über die nötigen Kontakte zu DJs verfügt. Den idealen Mann hat der 42-Jährige in Vito Macchia aus Rafz gefunden, der unter dem Label La Campania in der ganzen Schweiz und im Ausland Italo-Partys organisiert und zahlreiche DJs exklusiv unter Vertrag hat. Ob auch im Nordstern solche Italo-Events stattfinden, weiss der 25-Jährige noch nicht. Normalerweise veranstaltet er sie in grossen Städten wie Zürich, Winterthur oder Luzern, aber auch in Österreich und Deutschland. Im Nordstern wird er darauf bedacht sein, dass möglichst viele verschiedene Stilrichtungen zum Zug kommen. «Von Rock bis Goa über Hiphop und House wird es alles geben», sagt Vito Macchia. «Auf dem Land muss man ein breit gefächertes Programm bieten», ist er überzeugt. Sich nur auf eine Richtung zu spezialisieren, liege nicht drin.

Rund 70 Prozent der Veranstaltungen werden die Clubbetreiber organisieren, die übrigen Abende bestreiten Fremdveranstalter. Darunter sind Organisatoren, die auch schon im Glasshouse Partys organisiert haben. So wird auch die beliebte Ü30-Party regelmässig steigen, als DJ ist bereits der Bülacher Stadtrat Jürg Hintermeister alias DJ hi gebucht. Auch die 70er-/80er-Jahre- und die Super-Circuit-Partys werden zum Programm gehören.

Die Wahl von Nicolas Ayer und Vito Macchia fiel auf die Räumlichkeiten an der Schützenmattstrasse 1b, weil dort bereits genügend Toiletten sowie eine grosse Lüftungsanlage vorhanden sind. Zudem befindet sich das Lokal im Industriequartier, weshalb nicht mit Lärmklagen zu rechnen ist. Im Oktober gehts los mit dem Umbau. Über 100 000 Franken investieren die Clubbetreiber ins neue Lokal. «Wir machen von A bis Z alles selber», sagt Nicolas Ayer. So könne man die Ausgaben tief halten. Selbst die Möbel und die Bar wird er selber anfertigen, mit Unterstützung seiner Frau Claudia, die später als Chefin der Bar amten und für die Dekoration des Clubs besorgt sein wird. Das Interieur des Nordsterns wird in Anthrazit und Violett gehalten.

Geöffnet sein wird der Nordstern jeweils am Donnerstag von 21 bis 2 Uhr, am Freitag von 22 bis 4 Uhr und am Samstag von 22 bis 5 Uhr. Die Eintrittspreise werden sich um die 20 Franken bewegen, am Donnerstag ist der Eintritt frei. Wann genau die Eröffnung ist, steht noch nicht fest. Von den Behörden habe man mündliche Zusagen für die Bewilligung erhalten. Auf jeden Fall wollen Nicolas Ayer und Vito Macchia den Gästen etwas Besonderes bieten. Zurzeit seien sie im Gespräch mit den bekannten Schweizer DJs Sir Colin, Antoine und Mr. Da-Nos. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.08.2008, 07:12 Uhr

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