Jetzt rollt der Verkehr beim Ochsen in Kempten rund

Seit gestern Freitag ist die Kemptner Ochsenkreuzung ein Kreisel. Zwei Jahre war der Verkehr massiv behindert. Jetzt sollte er wieder besser fliessen.

Noch ist der Kreisel nicht definitiv gestaltet.

Noch ist der Kreisel nicht definitiv gestaltet. Bild: CHRISTOPH KAMINSKI

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In den letzten Monaten hat manch ein Verkehrsteilnehmer im Oberland einen leisen oder auch mal einen lauten Fluch ausgestossen. Im Verkehrsknoten Wetzikon war die Achse Pfäffikon–Kempten–Hinwil noch verstopfter als die dafür gefürchtete Achse Zürich-/Rapperswilerstrasse in Unterwetzikon. Oft stauten sich in Kempten die Fahrzeuge aus allen vier Richtungen über Hunderte von Metern zurück. Erst sorgte der Bau der neuen Brücke über den Kemptnerbach für zusätzliche Staus. Vor einem Jahr dann wurde die Pfäffikerstrasse erneuert. Und seit dem Frühling entstand jetzt in halbjähriger Arbeit der neue Kreisel. «Wir sind praktisch im Zeitplan geblieben, und die Bauzeit verlief ohne Unfälle oder Zwischenfälle», freut sich Projektleiter Othmar Martin von der Baudirektion. Er hofft, der Kreisel werde gut funktionieren: «So, wie es jene in Pfäffikon und Fehraltorf an der gleichen Kempttalachse bereits tun.»

Doch schon im nächsten Satz dämpft Othmar Martin allzu grosse Hoffnungen in die neue Gestaltung der wichtigen Kreuzung: «Wunder wird auch der Kreisel nicht bewirken. Rückstaus gibt es in Kempten während der Stosszeiten weiterhin.» Täglich passieren rund 20’000 Fahrzeuge die Kreuzung.

Zwei Ampeln für die Busse

Der Ochsenkreisel weist fürs Oberland eine Neuheit auf. Sowohl auf der Hinwiler- als auch auf der Pfäffikerstrasse steht vor der Kreuzung weiterhin je eine Ampel. Sie werden die meiste Zeit orange blinken. Die Buschauffeure auf der Querachse Wetzikon–Bäretswil können sie aber in den Stosszeiten in Betrieb setzen. Dann zeigen die Lichter für kurze Zeit die Farbe Rot. Haben die Busse die Kreuzung passiert, blinken die Ampeln wieder.

Gestern Freitag haben Arbeiter die letzten Abschrankungen entfernt, und erstmals konnten an der Kreuzung mit ihren vier Ästen wieder alle Verkehrsbeziehungen spielen. Noch ist der Kreisel nicht definitiv gestaltet, und auch die Umgebungsarbeiten werden erst in den nächsten Wochen abgeschlossen. Am Montag wird die neue Lichtsignalanlage bei der Einmündung der Hittnauer- in die Pfäffikerstrasse eingeschaltet. «Die Kantonspolizei nimmt solche wichtigen Änderungen im Verkehrsregime lieber am Wochenanfang als an einem Freitag vor», erklärt Martin.

3,1 Millionen Franken hat der Regierungsrat im Frühling 2007 für die Umgestaltung der Kreuzung bewilligt. 130’000 Franken steuert die Stadt Wetzikon bei. Sie ist auch für den Kreiselschmuck zuständig. Nach den Worten von Kurt Gautschi vom Wetziker Tiefbauamt ist die endgültige Form noch nicht bestimmt. Sicher ist, dass die Aufschüttung bepflanzt wird und einen einfachen Schmuck erhält. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 03.10.2008, 22:26 Uhr

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