Kanton will Hütten mehr Geld geben

Hütten soll in diesem Jahr fast 100'000 Franken mehr aus dem Steuerfussausgleich erhalten. Die Hüttner Finanzchefin freut sich zwar, sieht aber auch Nachteile.

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Als einzige Gemeinde im Bezirk Horgen kann Hütten vom Steuerfussausgleich profitieren. Der Berggemeinde werden vom Kanton für dieses Jahr 1,722 Millionen Franken zugesichert. Das sind rund 95'000 Franken mehr als 2007. Die definitiven Ausgleichszahlungen werden allerdings erst nach Prüfung der Jahresrechnung gesprochen. Sie liegen in der Regel unter den provisorischen Zusicherungen. Hütten erhielt 2006 1,5 Millionen Franken, 2005 waren es 1,2 Millionen und 2004 erst 0,5 Millionen Franken.

2008 profitieren mehr Gemeinden

In diesem Jahr sollen 26 Zürcher Gemeinden vom Kanton Geld aus dem Steuerfussausgleich kassieren. Das sind zwei mehr als 2007. Laut dem Statistischen Amt sollen annähernd 86 Millionen Franken verteilt werden, rund 8 Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Der Steuerfussausgleich ist neben dem Steuerkraftausgleich die zweite Säule des kantonalen Finanzausgleichs. Mit dem Steuerfussausgleich wird verhindert, dass sich die Steuerfüsse der Gemeinden allzu stark unterscheiden. Konkret: Der Steuerfuss einer Gemeinde soll höchstens 10 Steuerprozente über dem kantonalen Mittel (ohne Stadt Zürich) liegen.

In Hütten beträgt der Steuerfuss derzeit 123 Prozent. So hoch ist die Belastung bezirksweit nur noch im Hirzel. Beim Steuerkraftausgleich werden Gelder von den reichen zu den armen Gemeinden verschoben, beim Steuerfussausgleich stammt das Geld ausschliesslich vom Kanton.

Finanzchefin muss in Zürich antraben

Die Hüttner Finanzchefin Maria Uhr (parteilos) nimmt die Ankündigung des Kantons erfreut zur Kenntnis. «Ich darf gar nicht daran denken, was wir ohne diese Gelder machen würden», sagt sie. Immerhin macht der Steuerfussausgleich im Bergdorf rund ein Viertel der Einnahmen aus, der Steuerkraftausgleich etwa ein Sechstel. Uhr kennt allerdings auch die Kehrseite des Geldsegens. Empfängergemeinden werden angehalten, nur das Notwendigste auszugeben. Am Donnerstag muss Uhr in Zürich antraben, um das Budget 2009 zu besprechen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.10.2008, 22:01 Uhr

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