Keine Parkplätze in Pfäffikon für Jucker

Die Pfäffiker Baukommission gestattet der Seegräbner Jucker Farmart nicht, eine Wiese im Industriequartier als Parkplatz zu nutzen. Martin Jucker strebt nun eine definitive Lösung an.

Die Zeiten, in denen Besucher des Jucker-Hofs in Seegräben auf dieser Pfäffiker Wiese parkieren durften, sind vorbei.

Die Zeiten, in denen Besucher des Jucker-Hofs in Seegräben auf dieser Pfäffiker Wiese parkieren durften, sind vorbei. Bild: Nathalie Guinand

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Am kommenden Wochenende vom 6./7. September dürfen auf der Wiese gegenüber des Pfäffiker Feuerwehrdepots im Industriequartier noch Autos abgestellt werden. Doch danach ist Schluss. Die Baukommission erteilt Jucker Farmart keine Ausnahmebewilligung mehr, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Laut dem Pfäffiker Bausekretär Werner Büchi müssen die Jucker-Brüder ihr Parkplatzkonzept in der eigenen Gemeinde lösen. «So sieht es auch der Gestaltungsplan vor.» Dieses Wochenende gelte aber noch die Ausnahmebewilligung, «um Juckers Zeit zu geben, eine Lösung zu suchen».

Diese Zeit beansprucht Martin Jucker jedoch nicht. «Ich bin froh, dass die Baukommission entschieden hat. So sind wir nicht weiterhin im Ungewissen.» Allerdings ist er auf die Wiese nicht mehr angewiesen. Vergangenes Wochenende habe sich gezeigt, dass die Seegräbner Lösung mit dem Waldfestparkplatz gut sei. Auf diesem können rund 200Autos abgestellt werden. Er ist ungefähr einen Kilometer von Juckers Hof entfernt. Um den Besuchern den Fussweg zu versüssen, will Martin Jucker den «Pferdeshuttle» nicht nur bis zum Parkplatz beim Gemeindehaus, sondern bis zum Waldfestparkplatz fahren lassen. Mit dem Gesellschaftswagen werden die Gäste vom Parkplatz zum Hof gefahren. Die Wiese an der Waldschulhausstrasse, auf dem sich der Waldfestparkplatz befindet, hat Jucker von einem privaten Landbesitzer bis Ende Oktober gemietet.

Shuttlebus fährt nicht mehr

Der Shuttlebus von der Pfäffiker Haltestelle Im Spitz hingegen wird sofort eingestellt. Der Bus wurde laut Martin Jucker schlecht genutzt. Die vorübergehende Lösung in Pfäffikon sei nicht ideal gewesen. «Die meisten Automobilisten fuhren trotz Beschilderung nach Seegräben und erst dann nach Pfäffikon», sagt Jucker. Darum sei nun die Lösung mit Parkplätzen im Dorf auch für ihn besser. Wichtig sei, dass die Besucher über Aathal nach Seegräben fahren. Sobald der Parkplatz beim Gemeindehaus voll sei, könne der Verkehr auf den Waldfestparkplatz gelenkt werden. Zusätzlich zu den 200Parkplätzen dort hat Jucker noch Reserveflächen gemietet. «Diese Wiesen liegen ausserhalb der Seeschutzzone. Die Gemeinde Seegräben ist informiert und einverstanden.» Martin Jucker ist aber nach wie vor an einer langfristigen Lösung interessiert. Sein Ziel ist nun, bis Beginn der nächsten Kürbissaison eine definitive Lösung zu finden.

Die Parkplatzproblematik bei Juckers Erlebnisbauernhof entstand, weil Juckers Gelände in der Seeschutzzone liegt. Somit dürfen Autos nicht auf der Wiese beim Hof abgestellt werden, wie dies bis anhin gebräuchlich war. Vor zwei Wochen trat ein kantonaler Gestaltungsplan in Kraft, der dieses Verbot durchsetzt. Die neue Parkplatzordnung führte vor zehn Tagen zu einem Verkehrschaos in Seegräben. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.09.2008, 21:35 Uhr

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