Marcel Tanner soll Fritz Oesch ersetzen

Im nächsten Frühling werden die Bezirksräte und die Staatsanwälte neu gewählt. In allen drei Oberländer Bezirken bahnen sich Stille Wahlen an.

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Im Bezirk Uster tritt Statthalter und Bezirksratspräsident Fritz Oesch (SVP, Wermatswil) im nächsten Jahr altershalber zurück. Er wird dann 66 Jahre alt. Oesch bekleidet das Amt seit 1987, zuvor war er unter Parteikollege Albert Hofmann schon Bezirksratsschreiber. Die SVP als wählerstärkste Partei erhebt wieder Anspruch auf das Amt, das sie seit Menschengedenken innehat. Sie schlägt den 46-jährigen Marcel Tanner aus Mönchaltorf für das Vollamt vor. Tanner arbeitet seit 1993 als Staatsanwalt, zunächst in der Stadt Zürich und seit 1999 in Uster; heute in der regionalen Staatsanwaltschaft See und Oberland. Tanner ist in Wetzikon aufgewachsen, hat dort die Kantonsschule besucht und dann in Zürich Jura studiert.

Das Doppelamt Statthalter/Bezirksratspräsident beinhaltet zwei unterschiedliche Aufgabenbereiche. Der Statthalter fällt Bussen für Übertretungen zum Beispiel im Strassenverkehr aus. Als Präsident des Bezirksrates beaufsichtigt er im Dreiergremium die Gemeindebehörden, überwacht Stiftungen und Heime.

Die beiden übrigen teilamtlichen Mitglieder des Bezirksrates Uster, Ludi Fuchs (SP, Uster) und Ueli Büchi (FDP, Maur), stellen sich zur Wiederwahl. Auch die Ersatzmitglieder wollen weitermachen: Werner Kessler (SD, Uster) und Mathias Lanzendörfer (SD, Maur). Die Parteivorständekonferenz des Bezirks bereinigt die Vorschläge in der kommenden Woche. Bisher ist nicht bekannt, dass der Anspruch der SVP von irgendeiner Seite bestritten würde. Insbesondere verzichten die Grünen diesmal auf eine Kandidatur. Sie hatten im Frühling vergeblich versucht, bei den Richterwahlen in den Bezirksbehörden Fuss zu fassen. «Der Anspruch der SVP ist für uns unbestritten», sagt ihr Ko-Präsident Thomas Wüthrich. Ebenfalls zu bestätigen sind die drei Ustermer Staatsanwälte. Niklaus Britschgi (CVP), Gabi Wyden (SP) und Hans-Jakob Weiss (FDP) kandidieren erneut.

Pfäffikon: Christinger für Messmer

Auch im Bezirk Pfäffikon ist nur ein einziger Rücktritt zu verzeichnen. Der frühere Russiker Gemeindepräsident Peter Messmer (FDP) tritt altershalber aus dem Bezirksrat zurück. Für ihn portiert seine Partei den ehemaligen Pfäffiker Oberstufenschulpräsidenten Hansjörg Christinger. Ob der Anspruch bestritten wird, ist noch nicht ganz klar. Dies werde sich an der Sitzung der Interparteilichen Konferenz von kommender Woche zeigen, sagt deren Präsident Peter Perret (CVP). Sicher ist, dass die Grünen keinen Kampfkandidaten stellen werden, wie der Illnau-Effretiker Stadtpräsident Martin Graf sagt. Statthalter Bruno Kuhn (SVP, Winterberg), Bezirksrat Beat Brüngger (SVP, Illnau) sowie die beiden Bezirksrats-Ersatzmitglieder Barbara Scheidegger-Conrad (SP, Bisikon) und Thomas Schrepfer (EVP) treten erneut an. Staatsanwalt Jürg Vollenweider (parteilos) stellt sich ebenfalls zur Wiederwahl.

Hinwil: Lauter Bisherige

Eine Stille Bestätigungswahl zeichnet sich im Bezirk Hinwil ab. Statthalter Fridolin Kreienbühl (CVP, Rüti) möchte seine zweite vierjährige Amtsdauer antreten. Mit ihm wollen Karl Schärer (EVP, Wetzikon) und Andreas Lätsch (FDP, Rüti) im Bezirksrat weitermachen; ebenso die beiden Ersatzmitglieder Ruth Frei-Baumann (SVP, Wald) und Guido Cometti (CVP, Dürnten). Als Staatsanwälte kandidieren Iris Matzingner (SVP), Thomas Brändli (FDP) und Carlo Blatter (CVP) erneut. Die Grünen wollen diesmal keine Kampfwahl provozieren, die SP hält sich noch bedeckt. Man warte die Sitzung der Bezirkspartei von nächster Woche ab, hiess es gestern. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.10.2008, 22:00 Uhr

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