Maulkorb und Leine für Schäferhund

Ein Schäferhund hat letzte Woche in Hombrechtikon einen kleinen Mischlingshund zu Tode gebissen. Nun hat das kantonale Veterinäramt verfügt, dass der aggressive Hund ab sofort unter Maulkorb- und Leinenpflicht steht. Ob diese auch tatsächlich eingehalten wird, kontrolliert die Gemeinde Hombrechtikon in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt.

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Es handelt sich bei der verordneten Maulkorb- und Leinenpflicht um eine vorsorgliche Massnahme - das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.

In die Untersuchungen miteinbezogen werden dürfte auch die Tatsache, dass der betreffende Schäferhund bereits im Dezember 2005 einen anderen Hund tödlich verletzt hatte. Damals waren noch die Gemeinden und nicht das kantonale Veterinäramt für solche Vorfälle zuständig. Die Hombrechtiker Behörden haben deshalb gestern über die damalige Hundeattacke informiert. Man habe zu jenem Zeitpunkt richtig reagiert, weil der Schäferhund bis dahin nicht aktenkundig war, sagte Gemeindepräsident Max Baur. «Mit der heutigen Erkenntnis haben wir aber beim Vorfall von damals zu wenig genau hingeschaut», räumt Baur ein. Man habe zwar mit der Hundehalterin gesprochen, aber keine weiteren Massnahmen eingeleitet oder sich Kenntnisse darüber verschafft, wie der Schäferhund gehalten werde. Es sei allerdings auch nicht üblich, bei einem erstmaligen Fall gleich einen Maulkorb- und Leinenzwang zu verordnen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.08.2008, 14:17 Uhr

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