Maur entscheidet im Dezember über das Lycée Français

Über den Landverkauf an die Französische Schule in der Looren hätte Ende September abgestimmt werden sollen. Weil das Verkehrskonzept noch fehlt, wird das Geschäft verschoben.

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«Der Gemeinderat verordnet der geplanten Ansiedlung des Lycée Français eine Denkpause», heisst es in einer Mitteilung der Behörde. Er nehme die Bedenken der Bevölkerung wegen des zu erwartenden Verkehrs ernst, schreibt der Gemeinderat, und wolle zuerst die Verkehrsfragen rund um die Ansiedlung der Französischen Schule lösen.

An einer Informationsveranstaltung anfangs Juli zeigte sich, dass die Opposition gegen die geplante Schule in der Bevölkerung gross ist (TA vom 10.7.). Falls die Schule gebaut werden kann, würden im Jahr 2010 auf einen Schlag in der Looren 800 Schüler mehr zu Schule gehen.

Anwohner befürchten Mehrverkehr

Die Anwohner befürchten vor allem immensen Mehrverkehr durch Eltern, welche ihre Kinder mit dem Auto ins Lycée nach Maur bringen. Diese Angst kommt auch in Leserbriefen der vergangenen Wochen in der Maurmer Post zum Ausdruck. So gebe es bei der Internationalen Schule in der Nachbargemeinde Zumikon vor Schulbeginn am Morgen regelmässig ein gefährliches Verkehrschaos, schreibt eine Ebmatingerin.

Eine andere Leserbriefschreiberin aus Forch findet, es sei blauäugig anzunehmen, dass Eltern, welche ihre Kinder auf eine Privatschule schickten, ihren Wohnort anhand des Schulstandorts wählten und damit wohlhabende Steuerzahler in Massen nach Maur gelockt würden. Schliesslich habe Maur nicht den Ruf einer Goldküstengemeinde. Auch wird bemängelt, dass die Schule keine Steuern zahle, sondern nur die Infrastruktur der Gemeinde benutze. Diese wiederum müsse die Maurmer Bevölkerung finanzieren.

Verkehrstudie abwarten

Um den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat der Gemeinderat zusammen mit dem Lycée Francais eine Verkehrsstudie in Auftrag gegeben. Diese soll ein «umsetztbares Fahrtenmodell zur Beschränkung der individuellen Schülertransporte» enthalten und Teil des Kaufvertrages für das Land auf der Looren sein. Zudem werde auch die Kontrolle des Fahrtenmodells verbindlich in den Vertrag aufgenommen, heisst es in der Mitteilung des Gemeinderates weiter. «Diese Konzepte brauchen viel Zeit, darum ist eine Verschiebung des Geschäfts auf den 8. Dezember unumgänglich», schreibt die Behörde. Der Vorstand des Elternverein des Lycée Français sei mit diesem Vorgehen einverstanden.

Eigentlich hatte der Gemeinderat geplant, den Landverkauf bereits am 22. September an die Gemeindeversammlung zu bringen. Die Französische Schule ist heute in den Dübendorfer Ortsteilen Gockhausen und Stettbach in drei verschiedenen Gebäuden untergebracht. Künftig sollen Kindergärtner wie Gymnasiasten wieder in einem Schulhaus unterrichtet werden. Die Schule besteht seit 1956 und unterrichtet die Schüler nach dem staatlichen Lehrplan Frankreichs. Auf dem Stundenplan stehen aber auch Deutsch und Schweizer Geschichte. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.08.2008, 07:25 Uhr

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