Maurmer Netzbetreiber wird in Zürich aktiv

Die GGA Maur ist als Kabelnetzbetreiber in sieben Gemeinden Marktleader. Den nächsten Expansionsschritt plant sie in Zürich.

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Die 1967 gegründete Genossenschaft GGA Maur hat sich in den vergangenen Jahren von reinen Betreiber einer Gemeinschaftsantennenanlage zu einem führenden Anbieter im Bereich Digitales Radio/TV, Internet- und Telefonie-Dienstleistungen entwickelt. In ihrem Versorgungsgebiet, welches sieben Gemeinden rund um den Greifensee und am Pfannstiel umfasst, ist die GGA Maur Marktleader.

Die teilweise Liberalisierung in der Telekommunikationsbranche eröffnet der GGA Maur neue Perspektiven. Immer schneller können dank neuen Glasfasernetzen auch immer mehr Daten transportiert werden. Die neuen Netze sind teuer, müssen zum Teil noch erstellt werden, sind teilweise aber auch schon vorhanden. Stark engagiert im Ausbau dieser Netze sind die Stromlieferanten, also die Elektrizitätswerke. Sie bauen Netze und stellen sie verschiedenen Dienstleistern zur Verfügung, wie GGA-Geschäftsführer Beat Ambühl gestern erklärte. Er informierte zusammen mit dem Präsidenten der Genossenschaft, Ueli Büchi, am neuen Geschäftssitz der GGA Maur in der Binz über die Expansionspläne der Genossenschaft.

Netze der Elektrizitätswerke

Wie Büchi erklärte, rechnen sich die Elektrizitätswerke eine gute Chance als Netzanbieter aus, in diesem zumTeil immer noch durch die Swisscom kontrollierten Markt. Dabei verhalten sie sich neutral und ermöglichen Interessenten den Zugang zum Netz zu gleichen Konditionen. Diese Chance will die GGA Maur nicht entgehenlassen. Nachdem sie bereits in Meilen in ein Projekt mit einem EW-Netz eingestiegen ist, will sie als nächstes auch in Zürich Fuss fassen und ihr Angebot über das Glasfasernetz des Elektrizitätswerks Zürich (EWZ) anbieten. Für die GGA Maur ist dies ein Quantensprung. Die für den Schritt nach Zürich nötigen Investitionen beziffert Ambühl auf «rund eine Million Franken». Der Start soll bereits in einem halben Jahr erfolgen. Die Stadt Zürich werde nicht auf einen Schlag erschlossen, sondern das «Netz wird durch die EWZ Inselweise ausgebaut». Dies und die Überzeugung, absolut konkurrenzfähige Produkte im Angebot zu haben, haben der GGA den Expansionsbeschluss erleichtert. «Von sich zu behaupten, man sei risikobereit und Neuerungen gegenüber aufgeschlossen ist leicht gesagt, die Umsetzung dieser Vorgaben in die Tat ist dann eine etwas andere Geschichte», sagt Büchi.

Um in Zürich Kunden zu gewinnen, soll bei der EWZ ein Kundencenter betrieben werden. Geplant ist auch ein mobiler Shop, der in den neu erschlossenen Quartieren platziert werden kann, um Kunden anzuwerben. Ambühl wie auch Büchi wiesen im Zusammenhang mit den Expansionsplänen darauf hin, dass die GGA Maur ihr Stammland trotz der Ausbaupläne nicht vernachlässigen werde. In den Gemeinden Egg, Fällanden, Greifensee, Küsnacht, Maur, Schwerzenbach und Zumikon versorgt die GGA Maur 24 000 Haushaltungen mit 130 Fernsehprogrammen, fast 50 Radioprogrammen, mit Internet- und Telefonanschlüssen. Besonders punkten konnte die GGA Maur in der Vergangenheit mit ihrer Preispolitik, dem Kundenservice und mit neuen Produkten, bei denen die Kunden zu fixen Preisen eine ganze Dienstleistungspalette einkaufen können. Das stetige Wachstum der Genossenschaft führte seit 2002 zu einer Verdopplung des Personals auf derzeit 30 Mitarbeitende. Die Ausweitung des Einzugsgebiets auf Zürich wird einen weitere Personalausbau um vier Stellen mit sich bringen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.10.2008, 22:14 Uhr

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