Mehr Nachhaltigkeit in den Schulhäusern der Gemeinde Horgen

Wenn die Sommerferien kommen, sanieren die Schulen im Bezirk ihre Gebäude. Horgen hat über eine Million in nachhaltige Bausubstanz investiert.

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«Credo Nummer eins ist es, den Schulbetrieb möglichst nicht zu stören», sagte Denise Vielmi (CVP), Gemeinderätin und Leiterin von Liegenschaften-, Freizeit- und Sportamt der Gemeinde Horgen. Schon als die Sanierungsmassnahmen vor zwei Jahren erstmals diskutiert wurden, war klar, dass die Umbauten während fünf Wochen Sommerferien über die Bühne gehen mussten, was für die alte Turnhalle Rotweg ein enggesteckter Zeitplan war. Ziel bei allen Sanierungen war, die alte Bausubstanz nachhaltig und umweltgerecht zu erneuern.

Im Fall der 1937 erbauten Turnhalle Rotweg nahm man eine Isolation des gesamten Gebäudes vor. Bereits vor zwei Jahren hatte das Schulhaus eine neue, sparsame Gas-Zentralheizung erhalten, mit deren Wärme auch die Turnhalle beheizt wird. Auf dem Dach der Halle wurden 12 Quadratmeter Solarpanels zur Warmwasseraufbereitung der Duschen in den Garderoben aufgezogen.

Der verantwortliche Architekt erklärte, dass die kleine Fläche auch im Winter genügend Energie liefere, damit die Turnhalle unabhängig funktionieren könne. Bereits vor einem Jahr hatte die Gemeinde Horgen einem Kredit von 831'000 Franken für die Sanierung zugestimmt. Zeitplan und Budget wurden eingehalten.

Bergli-Lift kam mit Verspätung

Schwerer tat sich die Gemeinde Horgen im Schulhaus Bergli. Hier hatte der Gemeinderat bereits 1986 erstmals den Bau eines Lifts im mehrstöckigen Primarschulhaus beantragt. Die Gemeinde wies das Projekt ab, ebenso zehn Jahre später, 1996.

Im dritten Anlauf konnten sich die Horgner nun zum Liftbau durchringen: Die Gemeindeversammlung stimmte dem Lifteinbau für 400'000 Franken im Schulhaus zu. Gemeinderätin Denise Vielmi sprach gestern «von einem historischen Moment». Der Lift trage den veränderten Bedingungen des heutigen Primarunterrichts Rechnung, wo ständig Material von einem Schulzimmer ins nächste verschoben werden müsse, sagt Liegenschaftenverwalter Martin Ammann.

Zurzeit besucht kein Kind das Bergli, das auf den Lift angewiesen wäre. Ändert sich dies, dann erhält das Kind einen Schlüssel für den Lift, der ansonsten nur dem Lehrpersonal und dem Abwart zur Verfügung steht.

Im Weiteren erhielten auch die beiden Abwartwohnungen auf dem Gelände der Primarschule Bergli eine Sanierung für 238'000 Franken. Der Kindergarten Horgenberg erhielt für 145'000 Franken ein neues Blechdach.

Im Ganzen liess sich die Gemeinde Horgen ihre Sanierung der Schulgebäude rund 1,2 Millionen Franken kosten.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.08.2008, 07:47 Uhr

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