Messfehler hat Kostenfolgen

Das neue Gebäude des Spitals Männedorf ist höher geworden als geplant. Deshalb müssen die Pläne für die nächste Etappe des Ausbaus angepasst werden.

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Ein Einmessungsfehler hat Folgen für das Spital Männedorf. Weil der Rohbau des neuen Bettentrakts 12 Zentimeter höher geraten ist als geplant, sind die Architekten vor der zweiten Etappe des Spitalausbaus nochmals über die Bücher gegangen.

Ein Problem seien die Übergänge von einem Gebäude ins andere, sagt Moritz Gautschi, Leiter Zentrale Dienste des Spitals, auf Anfrage. In der nächsten Etappe wird ein Behandlungstrakt erstellt werden. Mit diesem wie auch mit dem älteren Spitalgebäude ist der neue Bettentrakt direkt verbunden. An mindestens zwei Stellen gebe es wegen der Überhöhe des Bettentrakts Probleme, erklärt Gautschi. Die Übergänge müssen zum Beispiel so konstruiert sein, dass ein Patientenbett von einer Person allein darübergeschoben werden kann.

Ein Fall für die Haftpflicht

Weiter mussten sich die Architekten mit den Raumhöhen befassen. Wichtig sei auch die sogenannte Architektursprache, sagt Gautschi. Der ästhetische Gesamteindruck eines Gebäudes werde getrübt, wenn in einer Fassade plötzlich ein Sprung von 12 Zentimetern auftrete.

Ziemlich sicher wird der Einmessfehler Auswirkungen auf die Kosten für die zweite Ausbauetappe haben. Gautschi rechnet jedoch nicht damit, dass der Zweckverband Spital Männedorf – will heissen: die Gemeinden am rechten Seeufer ausser Zollikon und Zumikon – deshalb tiefer in die Tasche greifen muss als geplant. «Das gibt einen Haftpflichtfall für den Generalunternehmer», sagt der Leiter Zentrale Dienste. Um welche Summe es gehen wird, kann er noch nicht sagen.

Baufirma verweist auf Spital

Von Seiten des Generalunternehmers, der Karl Steiner Holding AG, ist dazu nichts zu erfahren. Gemäss der Medienverantwortlichen Selma Frasa-Odok ist abgemacht, dass die Kommunikation zum Ausbau ausschliesslich über das Spital laufe. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 26.08.2008, 07:47 Uhr

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