Multinationaler Hygienekonzern Ecolab eröffnet Sitz in Wallisellen

Das Unterland läuft Zürich den Rang als beliebtester Schweizer Wirtschaftsstandort ab. Seit gestern hat auch Multi Ecolab seinen Sitz in Wallisellen.

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«Wallisellen ist für uns ein sehr attraktiver Standort, der zentral gelegen ist, über einen Weltklasse-Flughafen verfügt und mit der nahen Zürcher City über sehr grosse Lebensqualität verfügt», sagte James White. Der aus den USA stammende Präsident der neuen Verwaltungszentrale von Ecolab für Europa, Nahost und Afrika war voll des Lobes über seinen neuen Arbeitsort. Den hat der multinationale Konzern Ecolab seit gestern offiziell an der Walliseller Richtistrasse 7, was mit einem kleinen Umtrunk gefeiert wurde. Von hier aus werden White und bis Ende 2008 rund 110 Personen die Geschicke der Firma lenken. Deren nicht ganz unbescheidenes Credo lautet: «Wir machen die Welt sauberer, sicherer und gesünder.»

Ecolab wurde 1923 im US-Staat Minnesota gegründet und hat sich seither laut eigenen Aussagen zu einem der international führenden «Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Bereiche Hygiene, Desinfektion, Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsschutz» entwickelt.

25 Millionen Geschirrstücke täglich

Darunter versteht man Produkte wie Spülmittel für Grossküchen («Täglich werden 25 Millionen Geschirrstücke mit unseren Produkten gereinigt!»), Desinfektionssysteme für Spitäler aber auch Filteranlagen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Mit solchen und ähnlichen Produkten setzt Ecolab mit weltweit rund 26'000 Angestellten jährlich rund 5,5 Milliarden US-Dollar um. Alleine in Wallisellen arbeiten gemäss Ecolab bereits heute rund 20 verschiedene Nationalitäten. Zur Hauptsache kommen die Angestellten aber aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Frankreich, England und den USA. 20 Prozent des Personals sei in der Schweiz rekrutiert worden.

Wallisellen sticht Zürich aus

Dass Ecolab die Glattalgemeinde Wallisellen als neuen Standort wählte, freute gestern aber auch Adrian Stettler von der Standortförderung des Kantons Zürich. Laut Stettler hatte sich der Kanton seit März 2007 darum bemüht, Ecolab nach Zürich zu bringen. Im Laufe des Evaluationsverfahrens seien zuletzt zwei Standorte in Zürich-West und Wallisellen zur Auswahl gestanden. Stettler war mit der Wahl von Wallisellen denn auch sehr zufrieden: «Ecolab hat sich für eine überdurchschnittlich wachsende Wirtschaftsregion entschieden.»

Auch der Walliseller Gemeindepräsident Otto Halter zeigte sich in seiner auf Englisch vorgetragenen Begrüssungsrede hocherfreut, dass Ecolab seine Gemeinde bevorzugt hat. Halter zählte die gute Infrastruktur, die kurzen Verkehrswege an den Flughafen und in die Stadt Zürich sowie die hervorragenden lokalen und internationalen Schulen als drei der Faktoren auf, weshalb Wallisellen den Zuschlag erhielt. «Und im Gegensatz zu anderen Gemeinden haben wir unsere Grenzen grün erhalten», lobte Halter die lokalen Erholungsmöglichkeiten für bereits hier tätige und zukünftige Angestellte von Ecolab. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.09.2008, 21:55 Uhr

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