Neues Team für kleines Format

Frischer Wind in der Zolliker Villa Severini: Die jährlich wiederkehrende Ausstellung «Das Kleine Format» erhält nach 22 Jahren eine neue Leitung.

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Es kommt Bewegung in die Zolliker Kulturszene: Die Ausstellung «Das Kleine Format», 1986 vom Zolliker Urgestein Edgar Jeuch und dem Zürcher Paul Leber ins Leben gerufen, erhält ein neues Kuratorium. Mit der Küsnachterin Claire Ernst und dem Zürcher Pierre Brauchli treten zwei erfahrene Ausstellungsprofis in die Fussstapfen der beiden Gründer.

Wie es der Name bereits verdeutlicht, befasst sich diese in Kunstkreisen hoch angesehene Ausstellung ausschliesslich mit kleinformatiger Kunst. Seit 22 Jahren wird sie vom Architekten Jeuch (77) und dem Grafiker und Kunstmaler Leber (80) während der Wintermonate in der Zolliker Villa Meier Severini organisiert und präsentiert. «Nach so vielen Jahren sind wir langsam etwas müde geworden», sagt Jeuch. Die monatelange Suche nach geeigneten Nachfolgern habe nun Früchte getragen. «Wichtiges Kriterium bei der Auswahl war für uns der Wille, die Ausstellung in ähnlichem Geist in die Zukunft zu führen», sagt Leber.

Herausragendes Ausstellungskonzept

Der 65-jährige Grafiker Pierre Brauchli war in den Siebzigern und Achtzigern selber Kunstmaler. Von 1971 bis zu seiner Pensionierung diesen Frühling war er als Ausstellungsgestalter im Zoologischen Museum der Uni Zürich tätig. Gleichzeitig unterrichtete er dreidimensionale Gestaltung an der Berufsschule für Gestaltung in Zürich. «Ich finde die Idee und das Konzept dieser Ausstellung hervorragend», sagt Brauchli. «Ich freue mich auf diese neue Herausforderung.»

Auch Claire Ernst ist vom Fach. Während Jahren betreute sie die Zürcher Galerie Commercio und führte eine Galerie in Wetzikon. Zuletzt lebte sie in New York, wo sie Ausstellungen kuratierte und Kunstbücher übersetzte. «Ich verspüre grosse Lust, an diesem Ort etwas zustande zu bringen», sagt sie. Sie betrachte es auch als grosse Chance, in der Zürcher Kunstszene wieder Fuss zu fassen. Ihr grösstes Anliegen ist eine konsequente Verjüngung: Sowohl die 11-köpfige Jury, welche alljährlich die etwa 140 Künstler für die Ausstellung bestimmt, als auch die Künstler selber sollen jünger werden.

Leber und Jeuch sind mit ihrer Wahl zufrieden. «Damit ist die Kontinuität der Ausstellung gewährleistet», sagt Edgar Jeuch. Die beiden werden den Neuen dieses Jahr noch mit Rat und Tat zur Seite stehen, danach überlassen sie ihnen das Feld. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 26.08.2008, 07:51 Uhr

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