Nur wenige Leerwohnungen in Dübendorf

Die Leerwohnungsziffer im Zürcher Oberland beträgt 1,2 Prozent. In Greifensee ist sie mit rund 4 Prozent mehr als dreimal so hoch.

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Mit 3,99 Prozent verzeichnet Greifensee die höchste Leerwohnungsziffer im ganzen Oberland. Vor einem Jahr konnte man in Greifensee hingegen fast von einer Wohnungsknappheit sprechen – damals standen bloss 1,08 Prozent der Wohnungen leer. Bausekretär Fred Vögeli hat dafür eine einfache Erklärung: «Zurzeit ist eine umfassende Sanierung der Überbauung Müllerwis/Seilerwis in Arbeit. Viele Mieter haben ihr Mietverhältnis gekündigt, weil sie die Unannehmlichkeiten, die sich durch den Umbau ergeben, umgehen wollten.» Die Überbauung bietet 500 Wohnungen. Das schlägt sich in der Leerwohnungsstatistik nieder.

Am kleinsten ist die Leerwohnungsziffer im Bezirk Uster in Dübendorf, Wangen-Brüttisellen und Volketswil. In Volketswil wird laut Klaus Vetter, dem Leiter der Bauabteilung, immer noch sehr intensiv gebaut. «Dies dürfte in den nächsten zwei bis drei Jahren noch andauern. Dann ist voraussichtlich eine Abflachung denkbar, weil die Landreserven erschöpft sind.»

Wohnungsknappheit in Dübendorf

In Dübendorf herrscht schon seit Jahren Wohnungsnot. Im Vergleich zu 2007 hat die Anzahl leerer Wohnungen von 76 auf 46 abgenommen. Die Leerwohnungsziffer beträgt derzeit 0,39 Prozent. «Ein Grund wird darin bestehen, dass Dübendorf direkt an Zürich angrenzt und es auch sehr gute Verbindungen gibt, insbesondere was den öffentlichen Verkehr betrifft», erklärt Hans-Ueli Hohl, Leiter Hochbau.

Im Bezirk Hinwil stehen in Wetzikon am meisten Wohnungen leer. Wegen der hohen Bautätigkeit erreichte die Leerwohnungsziffer 1,83 Prozent. «Die Zunahme liegt vor allem am neuen Quartier Widum. Es gibt aber auch viele Wohnungen, die seit zwei Jahren leer stehen», sagt Daniela Hürlimann vom Wetziker Bauamt.

In Hinwil hat sich der Bestand in den letzten zwei Jahren nur minim verändert. Die Leerwohnungsziffer liegt bei 1,5 Prozent. «Ich gehe davon aus, dass der unveränderte Leerwohnungsbestand zu einem grossen Teil der auch gleich gebliebenen Bautätigkeit und Bevölkerungszunahme zuzuschreiben ist», sagt der Hinwiler Bausekretär Urs Planzer. Zurzeit sei eine grössere Überbauung mit 60 Wohneinheiten vorgesehen.

Der Bezirk Pfäffikon verzeichnet im Vergleich zu den Bezirken Hinwil und Uster am wenigsten leere Wohnungen. Ausser in Sternenberg und Wildberg liegen die Leerwohnungsziffern unter einem Prozent. In Pfäffikon nimmt die Zahl der Leerwohnungen aber zu. «In den letzten zwei Jahren wurden grössere Überbauungen erstellt», erklärt Bausekretär Werner Büchi. Für die Zukunft seien zudem weitere grosse Überbauungen geplant und teilweise bereits bewilligt.

Genug leere Wohnungen im Oberland

Im Gegensatz zur Stadt Zürich, wo nur 0,028 Prozent der Wohnungen leer stehen, hat das Zürcher Oberland nicht mit einer Wohnungsknappheit zu kämpfen. «Die Leerwohnungsziffer beträgt 1,2 Prozent. Da kann man nicht von einer Knappheit sprechen», sagt Christoph Bischoff vom Statistischen Amt des Kantons Zürich. Früher sprach man bei einer Leerwohnungsziffer unter einem Prozent von einer Wohnungsknappheit. Heute spiele diese Definition eine untergeordnete Rolle, so Bischoff. «Die Wohnungssuche hat sich gewandelt – während früher viele Wohnungen länger leer standen, werden heute freie Wohnungen wegen der immer stärkeren Nutzung von Wohnungsportalen im Internet schneller wieder vermietet.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.09.2008, 08:20 Uhr

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