Rauchverbot-Initiative: «moralisierend und unverhältnismässig»

Ein überparteiliches Komitee mit Vertretern von SVP, SP, CVP und Grüne empfiehlt den Gegenvorschlag des Kantonsrates zur Zürcher Rauchverbot-Initiative zur Annahme.

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Ein totales Rauchverbot in Restaurants sei moralisierend und unverhältnismässig, findet ein überparteiliches Komitee mit Vertretern von SVP, SP, CVP, Grünen und FDP. Das Komitee befürwortet den Gegenvorschlag des Kantonsrates zur Initiative «Schutz vor Passivrauchen».

«Totalitäre Verbote lösen keine Probleme»

Niemand bezweifle, dass Rauchen ungesund sei und Kosten mit sich bringe, sagte Alt-CVP-Kantonsrat Lucius Dürr heute Montagmorgen vor den Medien. Eine gesetzliche Regelung müsse aber auch die Interessen des Gewerbes berücksichtigen. Der Gegenvorschlag des Kantonsrat tue dies, indem er Kleinbetriebe vom Rauchverbot ausnehme.

SP-Kantonsrätin Emy Lalli stört sich am moralisierenden Ton, den die Volksinitiative anschlage. Heute kämen die Raucher dran und morgen die Übergewichtigen oder die Dünnen, sagte sie. Dabei sei erwiesen, das mit totalitären Verboten noch nie Probleme gelöst worden seien.

«Ein Verbot nimmt dem Bürger die Wahlfreiheit»

Die Volksinitiative schiesse über das Ziel hinaus, findet SVP- Kantonsrätin Theresia Weber. Sie entmündige den Bürger und nehme ihm die Wahlfreiheit, wie er seine Freizeit verbringen wolle. Durch diese Vorlage nehme das Rauchen zudem nicht ab, sondern werde nur in Eingangsbereiche verschoben. Dort wiederum käme es zu Lärm- und Schmutzbelastungen. (fsc/sda)

Erstellt: 04.09.2008, 15:07 Uhr

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