Rund 45 Kinder in der neuen Ueriker Krippe

Seit Mitte August läuft der Betrieb in der neuen Krippe Müüsliburg in Uerikon. Gestern wurde sie offiziell eröffnet. Und es hat immer noch freie Plätze.

Melanie durfte gestern an der offiziellen Eröffnung der Kinderkrippe Müüsliburg in Uerikon das rote Band durchschneiden.

Melanie durfte gestern an der offiziellen Eröffnung der Kinderkrippe Müüsliburg in Uerikon das rote Band durchschneiden. Bild: Michael Trost

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Es ging alles ganz schnell. Im Juni genehmigten die Stäfner Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung Investitionskosten von 473'000 Franken für eine Erweiterung der Kinderkrippe Müüsliburg. Man hatte geeignete Räumlichkeiten in der Gerbi in Uerikon gefunden. Obwohl das ehemalige Geschäftshaus noch ausgebaut werden musste, konnte die Kinderkrippe bereits am 5. August einziehen. Nach den Sommerferien kamen die ersten Kinder, gestern wurde die Krippe offiziell eröffnet. Kinder, Eltern, Nachbarn, Behörden- und Vereinsmitglieder sowie Stäfner und Ueriker waren eingeladen. Rund 50 Gäste kamen. Die kleine Melanie durfte das rote Band durchschneiden. Gemeinderat Klaus Geser freut sich vor allem darüber, dass der neue Standort der Krippenerweiterung sich in Uerikon befindet. «Ich hoffe, dass sich die Krippe im Quartier gut einlebt», sagt Geser. Er dankte ausserdem dem Vorstand, der seit vielen Jahren unentgeltlich arbeitet.

Bislang gab es im zu Stäfa gehörenden Ortsteil keine Betreuung für Kleinkinder. Bereits bevor die Räumlichkeiten an der Gerbistrasse 8 gefunden wurden, war ein Projekt in Uerikon geplant, allerdings in einem neu zu bauenden Pavillon auf dem Areal der Schulanlage Moritzberg. Die Warteliste der Kinderkrippe war damals aber auf über 100 Kinder angewachsen, der geplante Pavillon bereits zu klein. Man blies das Projekt ab und konzentrierte sich auf den Standort Gerbi, in dem nun gleich zwei neue Kindergruppen geführt werden. Zusammen mit den drei bereits bestehenden Gruppen am Standort Stäfa, umfasst die Krippe Müüsliburg neu fünf Kindergruppen.

Weiterer Ausbau zurzeit kein Thema

«Wir bieten 24 Plätze pro Tag an», sagt Monika Huber, Gesamtleiterin der Kinderkrippe Müüsliburg. Weil die Kinder meist nicht die ganze Woche in die Krippe gehen, sind es insgesamt rund 45 Kinder, die in der Gerbi betreut werden. Vier davon sind Säuglinge. Die Müüsliburg nimmt Kinder zwischen zwei Monaten und Kindergarteneintrittsalter auf. «Wir haben aber immer noch per sofort Plätze frei», sagt Huber. Zwar seien noch immer etwa 70 Kinder auf der Warteliste, aber viele von ihnen seien für einen späteren Zeitpunkt angemeldet.

Mit der der Erweiterung um zwei Kindergruppen ist die Leistungsvereinbarung, die die Kinderkrippe Müüsliburg mit der Gemeinde Stäfa hat, ausgeschöpft. Der Trägerverein Müüsliburg hat aber immer die Möglichkeit, selbst zusätzliche unsubventionierte Krippenplätze anzubieten. Zurzeit ist ein weiterer Standort allerdings kein Thema. «Wir müssen erst sehen, wie sich alles einpendelt in Uerikon», sagt Huber. «Weil wir immer noch Kinder aufnehmen, verändert sich die Warteliste stetig.» Steige die Warteliste aber wieder so stark an wie in den letzten paar Jahren, müsse sich der Verein natürlich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Geplant ist, in Uerikon drei bis vier Leute zu beschäftigen, zwei ausgebildete und zwei unausgebildete. «Momentan sind aber noch nicht alle Stellen besetzt, weil die Gruppen noch nicht voll sind», sagt Huber. Im nächsten Frühling sollte die Krippenbetreuung vollzählig sein. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.09.2008, 08:23 Uhr

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