Segler und Ruderer bekämpfen Horn-Vorlage

Die Richterswiler Wassersportler sind gegen die Umgestaltung des Horns. Sie befürchten, dass sich Schwimmer, Segler und Ruderer in die Quere kommen.

Beim Einwassern der Boote könnten sich Ruderer und Schwimmer in die Quere kommen, befürchtet der Seeclub.

Beim Einwassern der Boote könnten sich Ruderer und Schwimmer in die Quere kommen, befürchtet der Seeclub. Bild: Patrick Gutenberg

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Am Dienstag werden die Stimmbürger über einen Kredit von 285'000 Franken für die Umgestaltung des Horns entscheiden. Der Gemeinderat will unter anderem die Liegewiese erweitern: Auch links vom Ponton, wo jetzt Trockenplätze für Segelboote sind, sollen die Leute in der Sonne liegen können. Eine Reihe mit zehn Trockenplätzen müsste weichen.

Bereiche werden vermischt

An diesem Konzept stören sich die Segler und die Ruderer. Heinz Wehrli, Präsident des Seeclubs, sieht die Sicherheit auf dem Horn gefährdet. «Bis anhin waren die Bereiche für die Böötler und die Schwimmer klar getrennt», sagt er. «Wenn sie vermischt werden, sind Konflikte vorprogrammiert.»

Wenn das Gebiet der Trockenplätze zu einer Liegewiese würde, gäbe es unweigerlich mehr Schwimmer um den Ponton, wo die Ruderer ihre Boote einwassern, sagt Wehrli. Das sei gefährlich. Auch Tiefbauvorstand Jürg Trachsel (SVP) anerkennt, dass es mehr Schwimmer geben wird. Doch Trachsel, der den lokalen Tauchklub präsidiert und selbst oft vor Ort ist, zeigt sich überzeugt, dass dadurch keine unlösbaren Probleme entstehen: «Ein Miteinander ist sicher möglich.»

Lieber alles aufs Mal bauen

Wehrli kritisiert weiter, dass das Projekt dem Sportanlagenkonzept vorgreife, über das die Gemeinde und die Sportvereine zurzeit beraten. Wenn das Projekt durchkommt, würden sie auf dem Horn vor vollendete Tatsachen gestellt, sagt er. Die Arbeit der Vereine wäre dann umsonst gewesen. Das Projekt sei ein Schnellschuss; man sollte eventuelle Wünsche der Sportvereine berücksichtigen – als Beispiel nennt er einen neuen Ponton , damit man alles gleichzeitig bauen könne.

Die Wassersportler haben sich per Mail an alle Sportvereine gewandt und mehrere Leserbriefe geschrieben. Nun hoffen sie, dass die Vorlage an der Gemeindeversammlung abgelehnt wird. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.09.2008, 22:01 Uhr

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