Seit gestern ist der Jucker-Hof autofrei

Neu ist dieses Jahr bei Jucker-Farmart nicht nur das Motto der Kürbisausstellung, sondern vor allem das Verkehrskonzept. Der Hof ist nun autofrei.

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Seit gestern ist der Hof von Jucker-Farmart in Seegräben autofrei. Rechtzeitig auf die neue Kürbissaison können Eltern ihre Kinder nun unbesorgt herumrennen lassen auf dem Hof der Gebrüder Jucker. Nach langen Diskussionen hatte die Gemeindeversammlung im Dezember 2007 beschlossen, den öffentlichen Parkplatz beim Gemeindehaus zu vergrössern und die Zufahrt zu Juckers Erlebnisbauernhof zu sperren.

Martin und Beat Jucker zeigen sich erfreut über das neue Verkehrskonzept. «Die Stille auf dem Hof ist wieder eine ganz neue Erfahrung», schwärmt Martin Jucker. Und sein Bruder Beat ergänzt: «Endlich können Mütter und Väter ihre Kinder guten Gewissens auf dem Hofplatz spielen lassen.»

Die Brüder Jucker wären nicht so erfolgreich, wenn sie nicht auch Negatives ins Positive drehen könnten und aus allem ein Erlebnis machten. «Ich rechne damit, dass wir einige Besucher verlieren, weil man nicht mehr mit dem Auto vor den Hofladen fahren kann», sagt Martin Jucker. Doch auch wer in Zukunft einen schweren Kürbis kaufen möchte, muss ihn nicht bis zum Auto schleppen. Schwere Waren transportiert man auf einem Bauernhof mit einer «Garette». Und solche - jedoch wegen der besseren Stabilität mit zwei Rädern ausgerüstete - stehen sowohl beim Parkplatz wie auch vor dem Hofladen bereit.

Fahrt mit Ross und Wagen inklusive

Damit der kurze Weg vom Parkplatz zum Kürbishof zum Erlebnis wird, haben Juckers den Kutscher Oskar Diener aus Hinwil angeheuert. Dieser fährt die Besucher am Wochenende mit seinem Zweispänner vom Parkplatz zum Hof und zurück. «Wenn die einen Leute nur wegen der Fahrt mit Ross und Wagen kommen, ist uns das auch recht», sagt Beat Jucker und lacht. Angst vor Unfällen hat er keine. «Wir haben erfahrene Kutscher engagiert, die ihre Pferde auch in hektischen Zeiten mit viel Publikum unter Kontrolle haben.»

Die 110 Parkplätze in Seegräben werden am Wochenende jedoch nicht ausreichen. «Bis zu 300 Autos parkierten an schönen Tagen jeweils bei uns», sagt Martin Jucker. Er stellt darum eine Busverbindung zwischen der Pfäffiker Haltestelle «Im Spitz» und seinem Hof her. Der Bus fährt jeden Samstag- und Sonntagnachmittag. «Im Pfäffiker Industriequartier hat es am Wochenende genügend Platz für Autos. Und mit dem Bus stellen wir die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sicher.» Der Bus wird von Juckers bezahlt und ist darum für die Gäste gratis.

Die Kürbisausstellung steht dieses Jahr im Zeichen der Märchen. Zwölf verschiedene Motive haben die Jucker-Brüder aufgebaut. Von Nils Holgersson über den Baron Münchhausen, Hänsel und Gretel bis zum Schellenursli.

Martin Jucker erwartet in den nächsten Wochen auf seinem Erlebnisbauernhof rund 200 000 Besucher. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.08.2008, 08:37 Uhr

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