Streit um Fussweg wohl bald vorbei

Seit Jahren liegen sich mehrere Parteien in Unterillnau wegen eines Wanderwegs entlang dem Brandbach in den Haaren. Nun zeichnet sich endlich eine Lösung ab.

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Was lange währt, wird endlich gut – diese abgegriffene Weisheit scheint in Illnau nun endlich doch noch Geltung zu erlangen. Seit Jahren herrscht dort wegen des Wanderwegs entlang dem Brandbach nämlich Unfrieden. Der betreffende Weg, der im kommunalen Verkehrsplan als regionaler Fussweg ausgewiesen ist, befindet sich in Privatbesitz. Zum einen Teil gehört er der Unterhaltsgenossenschaft, zum anderen zwei Landwirten aus Mesikon. Während die Unterhaltsgenossenschaft nichts gegen Wanderer hat, wünschen die anderen Grundeigentümer keine solche Nutzung für den Weg, der über eine Weide führt. Ein allgemeines Wegrecht gibt es nicht, im Grundbuch eingetragen ist gemäss der Lokalzeitung «Kiebitz» lediglich ein gegenseitiges Wegrecht zwischen Kanton und Besitzer.

Fussgänger müssen Umweg machen

Für Fussgänger, die von der Kempttalstrasse oder aus dem Chelleracher-Quartier her in Richtung Mesikon wandern möchten, ist dies ein lästiger Zustand, weil sie Umwege in Kauf nehmen müssen. Im Rahmen der Fragestunde wies Gemeinderätin Ruth Hildebrand (FDP) im Parlament der Stadt Illnau-Effretikon auf den unerfreulichen Zustand hin.

In seiner Antwort stellte Werkvorstand Ueli Müller (SP) eine baldige Lösung des Problems in Aussicht. Man habe zwei Varianten geprüft. Erstens gebe es die Möglichkeit einer Enteignung. Dies sei aber vor allem aus juristischer Sicht nicht nur schwierig und langwierig, sondern auch unschön. Man habe sich darum für die zweite Lösung, eine Umgehung des fraglichen Wegabschnitts, entschlossen. Projektiert sei nun eine kleine Brücke über den Brandbach und ein kurzes neues Wegstück hinüber zum auf Fehraltorfer Gebiet liegenden Wanderweg nach Mesikon.

«Ganz einfach ist auch dieses Vorgehen nicht», räumte Müller ein. Schliesslich würde wegen der neuen Brücke das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft mitreden, und auch der Grundeigentümer auf Fehraltorfer Seite habe zuerst gefragt werden müssen. «Nun liegen aber alle Bewilligungen vor», freute sich Müller. Die Brücke und das nicht einmal hundert Meter lange Wegstück hinüber zum Fehraltorfer Wanderweg würden nächstes Jahr gebaut. Damit sei das jahrelange Problem endlich aus der Welt geschafft. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 05.10.2008, 22:11 Uhr

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