Suche nach einer Lösung geht weiter

Darüber, wann und wie lange auf dem Flugfeld Speck bei Fehraltorf Schulungsflüge stattfinden dürfen, herrscht noch immer keine Einigkeit.

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Weder der Gemeinderat noch der Bezirksrat sind kompetent, wenn es darum geht, über einen Kompromiss in der Fluglärmfrage rund um Schulflüge ab dem Flugfeld Speck zu entscheiden. Dies ist einer Mitteilung des Fehraltorfer Gemeinderats zu entnehmen.

Die privatrechtliche Vereinbarung über den Betrieb des Flugfeldes Speck wurde im Jahr 2006 abgeschlossen. Wie der Gemeinderat mitteilte, habe sich die Flugsportgruppe Zürcher Oberland (FGZO) darin auf freiwilliger Basis zu Einschränkungen des Flugbetriebs bereit erklärt. Besonders bei den Abendflugzeiten seien damals Verbesserungen erreicht worden.

Als die Vereinbarung zwischen FGZO und dem Schutzverband Flugfeld Speck (VSFS) Anfang diesen Jahres um ein Jahr verlängert werden sollte, entschied der Gemeinderat, dem Wunsch der FGZO nachzugeben, an zwei Wochentagen je eine Stunde länger Schulungsflüge durchführen zu dürfen. Im Ausgleich wurden die Flugzeiten am Samstag um zwei Stunden verkürzt. Was mathematisch aufgeht, fand allerdings beim VSFS keine Gnade. Am Abend sei der Lärm besonders störend, und am Samstag fänden ohnehin kaum Schulungsflüge statt, hiess es. In der 2006 getroffenen Vereinbarung ist festgehalten, dass der Gemeinderat bei Uneinigkeiten einen Stichentscheid fällen kann. Diesen Entscheid für eine Anpassung der Schulungsflugzeiten im Sinne der FGZO wollte der VSFS nicht hinnehmen und rekurrierte dagegen beim Bezirksrat. Dessen Verdikt liegt nun vor.

Wie der Fehraltorfer Gemeindeschreiber Marcel Wehrli sagte, sei der Fall schwierig zu beurteilen. Der Gemeinderat werde VSFS und FGZO im Herbst zu neuen Gesprächen einladen, damit das weitere Vorgehen festgelegt werden kann. Sollte man sich dann nicht einigen, müsste das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) das Reglement anpassen. Dies wäre im Sinne des VSFS. Präsident Heinrich Bachofner hatte bereits im Mai an einer Medieninformation betont, dass eine Erneuerung des 30-jährigen Betriebsreglements endlich klare Verhältnisse schaffen würde.

Gemeindeschreiber Marcel Wehrli hat Verständnis für Fehraltorfer, die ihre Ruhe haben möchten, aber auch für die Flugsportgruppe, die ihr Geld vor allem mit den Schulungsflügen verdient. Er hofft deshalb weiter auf eine einvernehmliche Lösung.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 28.08.2008, 08:43 Uhr

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