Taxifahrer-Mord: Beschwerde ans Bundesgericht

Im Fall der Tötung eines Taxifahrers in Wetzikon hat die Staatsanwaltschaft beim Bundesgericht gegen die Einstellung eines Strafverfahrens Beschwerde eingereicht. Sie will gegen einen Bezirksrichter wegen fahrlässiger Tötung ermitteln dürfen.

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Das Zürcher Obergericht hatte im März entschieden, dass der in den Fall involvierte Bezirksrichter nicht pflichtwidrig gehandelt hatte. Es sei daher keine Strafuntersuchung gegen ihn zu eröffnen. Dagegen beschwert sich nun die Staatsanwaltschaft, wie der Zürcher Staatsanwalt Ulrich Weder am Montag eine Meldung der «NZZ am Sonntag» bestätigte.

Am 16. September 2007 hatte ein 53-jähriger Schweizer in Wetzikon einen 25-jährigen Taxichauffeur mit einem Messerstich in den Hals getötet. Der Mann hätte zum Zeitpunkt der Tat gar nicht auf freiem Fuss sein dürfen. Er galt als gefährlich und war Justiz und Psychiatrie seit Jahren bekannt.

Der 53-Jährige war am 1. September von einem Polizisten wegen Randalierens festgenommen und in eine Psychiatrische Klinik gebracht worden. Der betroffene Bezirksrichter verfügte eine Woche später seine Entlassung aus dem fürsorgerischen Freiheitsentzug. Er stützte sich auf ein Kurzgutachten des Psychiaters, der den Mann als ungefährlich einstufte. (tif/sda)

Erstellt: 06.10.2008, 11:27 Uhr

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