Terrier Candy muss sterben

Zürichs Kantonstierärztin hält trotz Gegengutachten daran fest: Der Kampfhund, der am Rand in eine Beissattacke in Winterthur involviert war, soll sterben.

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Die Wesensprüfung, die Kantonstierärztin Regula Vogel im Juni mit dem American-Staffordshire-Terrier durchführen liess, spricht deutliche Worte: Candy zeige ein «gestört und inadäquat aggressives Verhalten»; dies stelle «ein hohes Sicherheitsrisiko für die Öffentlichkeit dar». Die vierjährige Hündin sei «für den Menschen hochgefährlich».

Ein Gegengutachten, das Candys Winterthurer Halter Phil Untermann im Juli im Beisein von mehreren Medien erstellen liess, zeigte ein ganz anderes Bild: «Die Hündin hat ein ausgeglichenes Wesensgrundgefüge und ist Menschen gegenüber nicht gefährlicher als jeder andere Familienhund», stellte der Hundetrainer Hans Schlegel fest. Candy brauche einzig einen Erziehungskurs. Untermann hatte diese erneute Prüfung inszeniert, um das Todesurteil von Candy abzuwenden. Denn Vogels Veterinäramt hatte entschieden, dass die Hündin beschlagnahmt und eingeschläfert werden müsse. Und daran hält Vogel trotz des Gegengutachtens fest: Sie hegt in ihrer Verfügung «grosse Zweifel an der Einschätzung durch Hans Schlegel».

Candy war im Juni am Rand beteiligt, als ein anderer Hund Untermanns in Wülflingen mit Candy ausriss und den Golden Retriever einer 18-Jährigen angriff. Ein Passant erstach damals den anderen Hund. Auch dieser hatte sich 2006 in einer Wesensprüfung aggressiv gezeigt. Der verordneten Maulkorb- und Leinenpflicht war Untermann nicht immer nachgekommen. Seine Behauptung, die Hunde hätten entweichen können, weil in sein Haus eingebrochen worden sei, hat die Polizei entkräftet: Sie fand keine Einbruchspuren. Untermann hat nun 30 Tage Zeit, gegen Vogels Verfügung Rekurs einzureichen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.08.2008, 08:16 Uhr

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