Velotour auf der Route 66 statt Teilnahme am Slow-up

Rund 70 Velofahrer nahmen an Herrlibergs Alternative zum Slow-up teil. Trotzdem wünschen sich einige die Teilnahme der Gemeinde am Grossanlass.

Gemeindepräsident Rolf Jenny, Gemeindeschreiber Pius Rüdisüli und Gemeinderätin Lisbeth Germann beim Start der Velotour.

Gemeindepräsident Rolf Jenny, Gemeindeschreiber Pius Rüdisüli und Gemeinderätin Lisbeth Germann beim Start der Velotour. Bild: Michael Trost

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Der Kleinste war 5 Jahre alt. Und er fuhr die ganze Strecke von Herrliberg nach Feldbach und zurück auf seinem eigenen Velo. Der Bub war einer von rund 70 Herrlibergern, die sich am Samstag mit dem Velo auf die Route 66 begaben. Der Gemeinderat hatte zu dieser Idee aufgerufen - als «attraktive Alternative» zum Slow-up, an dem sich Herrliberg partout nicht beteiligen will und damit auch den unteren Seegemeinden eine Teilnahme verunmöglicht.

Gemeinderat Walter Wittmer, der den Anlass organisiert hat, ist zufrieden. «Die Stimmung war gut, die Leute hatten den Plausch.» Unter den Teilnehmern habe es Junge und Alte, Neuzuzüger und Alteingesessene gehabt. In Uerikon habe man den Radfahrern einen kleinen Imbiss und Getränke offeriert. Wer mochte, radelte eine Extraschlaufe nach Feldbach, bevor es wieder zurück nach Herrliberg ging.

«Es war ein sehr friedlicher Anlass», sagt Edith Wyss, die mit ihrem Mann und ihrer 10-jährigen Tochter unterwegs war. Sie habe neue Leute kennengelernt und alte Bekannte wiedergetroffen. Wenn es nach ihr ginge, könnte es mehr solche Anlässe geben, die das Gemeinschaftsgefühl fördern. Trotzdem ist sie nicht glücklich, dass Herrliberg nicht am Slow-up teilnimmt. «Ich habe kein Verständnis für die Argumente des Gemeinderats, dass man Kantonsstrassen nicht für Volksfeste sperren soll.» Schliesslich gehe es ja nur um einen einzigen Tag im Jahr. Auch Caroline Hulsbergen, die mit Mann und Kindern am Anlass war, findet es schade, dass sich Herrliberg nicht am Slow-up beteiligt. Sie findet aber die Route-66-Velotour eine gute Alternative, vor allem für kleine Kinder, denn am Slow-up habe es manchmal zu viele Leute.

Wiederholung noch nicht sicher

Heinz Roder gefällt, dass die Velotour keine Veranstaltung mit einer Botschaft ist: «Gerade deswegen war es so lustig.» Alle Gemeinderäte, egal welcher Partei, hätten als Helfer oder Velofahrer teilgenommen. Der Anlass sei sehr gut organisiert gewesen.

Alle drei Herrliberger möchten, dass der familienfreundliche Anlass Route 66 wiederholt wird. Doch das ist noch nicht sicher. «Einen so erfolgreichen Anlass zu wiederholen, ist immer schwierig», sagt Gemeinderat Wittmer. «Vielleicht gibt es einen ähnlichen Anlass, darüber haben wir noch nicht gesprochen.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.09.2008, 07:25 Uhr

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