Zwei Drittel sagen Ja zur Hallenbadsanierung

Den Kilchbergern sei ihr Hallenbad wichtig, und der Vorschlag der SVP habe nicht seriös gewirkt. Darin sieht Gemeinderätin Susanne Büchi die Hauptgründe für das Ja zur Sanierung.

Die Kilchberger Gemeinderätin Susanne Büchi vor dem Hallenbad, das für 16,5 Millionen Franken saniert wird.

Die Kilchberger Gemeinderätin Susanne Büchi vor dem Hallenbad, das für 16,5 Millionen Franken saniert wird. Bild: Silvia Luckner

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Im Endeffekt liess das Resultat an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: 67 Prozent der Stimmbeteiligten wollen, dass das Kilchberger Hallenbad für 16,5 Millionen Franken saniert wird. Glücklich über das Resultat zeigte sich Gemeinderätin Susanne Büchi (parteilos). «Ich bin überrascht, dass das Resultat so klar ist. Ich habe eher mit 60 Prozent Ja-Stimmen gerechnet», sagte die Vorsteherin der Ressorts Sport, Gesundheitswesen und Bevölkerungsschutz. Gefreut habe sie sich auch über die hohe Stimmbeteiligung. «Das zeigt, dass den Leuten nicht egal ist, was mit dem Hallenbad passiert.»

SVP-Vorschlag nicht seriös?

Büchi sieht zwei Hauptgründe für den hohen Ja-Stimmen-Anteil: Nach der Hallenbadschliessung Mitte Juli sei vielen Kilchbergern bewusst geworden, was sie am Hallenbad hätten. Zudem habe der wenig fundierte Vorschlag der SVP, ein neues Hallenbad für 11 Millionen Franken zu bauen, den Stimmbürger nicht überzeugt.

Im Frühling werden die Sanierungsarbeiten beginnen, und im Sommer 2010 soll das Hallenbad wieder eröffnet werden.

SVP-Vorstandsmitglied Antonio Scherrer bestätigte die Analyse von Susanne Büchi zumindest teilweise: «Es war unglücklich, dass wir unsere Studie nicht vorlegen konnten.» Die Rechte an den Plänen wären zu teuer gewesen. Die SVP sei vom Resultat enttäuscht, sagte Scherrer. Und man sei «besorgt, dass jetzt dieser Weg beschritten wird». Die Partei hätte erwartet, dass es knapp werden könnte. Jetzt sei sie dankbar, dass wenigstens 33 Prozent der Stimmenden die Vorlage abgelehnt hätten. «Anlässlich der Finanzlage haben wir gehofft, dass sich die Mehrheit nicht auf ein Experiment einlassen wird», sagte Scherrer. Es sei zu befürchten, dass der Hallenbad-Betrieb deutlich mehr kosten werde als vom Gemeinderat behauptet. Ausserdem müsse man damit rechnen, dass in wenigen Jahren bereits wieder ein neuer Sanierungsbedarf bestehe. Selbstverständlich akzeptiere die SVP aber das Resultat.

Scherrer vermutet, zahlreiche Stimmbürger hätten vom Hallenbad-Geschäft «die Nase voll gehabt», zumal man sich seit nunmehr fünf Jahren mit dem Thema beschäftige. Sie hätten die Vorlage dann einfach durchgewunken. Für die SVP nahm Scherrer in Anspruch, dass die Stimmberechtigten «sehenden Auges abgestimmt hätten, weil wir mit unserer Opposition die Diskussion in Gang gesetzt haben». (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 29.09.2008, 16:09 Uhr

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