Zweiter Anlauf zum Ausbau des Gemeindehauses

2004 scheiterte ein Vorstoss zum Ausbau des Niederweninger Gemeindehauses. Nun folgt ein zweiter Versuch – mit einem halb so teuren Projekt.

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Vor vier Jahren hatten die Niederweninger noch Nein gesagt zu einem Ausbau ihres Gemeindehauses, der rund eine Million Franken gekostet hätte. Auf gut 430'000 Franken soll nun das neue Ausbau-Projekt zu stehen kommen, über das die Gemeindeversammlung am 25. September befindet. Gemeindeschreiber Stephan Knobel hofft auf Zustimmung: «Es handelt sich ja um eine Teilsanierung, die keinerlei Luxus enthält.» Auch Gemeindepräsidentin Andrea Weber Allenspach ist optimistisch: «Es ist ein gutes Projekt und unseren Finanzen angemessen.»

Dass es vier Jahre dauerte, bis ein neues Projekt vorliegt, erklärt Weber Allenspach mit den umfangreichen Vorarbeiten. Der frühere Gemeinderat habe 2005 unter Einbezug der politischen Parteien eine Projektgruppe gebildet und verschiedene Lösungsmöglichkeiten angeschaut, auch einen Verkauf der Liegenschaft oder einen Neubau des Gemeindehauses an anderer Stelle. Der neue Gemeinderat, seit 2006 im Amt, habe diese Evaluation weitergeführt und sich Anfang 2008 für die Ausbau-Variante entschieden. «Danach haben wir Offerten von drei ortsansässigen Architekten eingeholt und unsere Auswahl getroffen.»

Alles unter einem Dach

Das 1967 erbaute Gemeindehaus, das 1992 im Erdgeschoss eine Sanierung erfuhr, genügt modernen Anforderungen nicht mehr: Die Strom- und Wasserleitungen sind veraltet, die Wärmedämmung und der Feuerschutz ungenügend. Auch ist das Gebäude nur beschränkt rollstuhlgängig. Zudem herrscht Platzmangel: Seit dem Bau des Gemeindehauses hat sich die Bewohnerzahl Niederweningens verdoppelt; die 2006 eingestellte Sozialsekretärin musste zum Beispiel extern im Alten Schulhaus ein Büro beziehen. Eines der Umbauziele besteht deshalb darin, die Gemeindeverwaltung wieder unter einem Dach zu vereinen. «So haben die Kunden dann eine Anlaufstelle für all ihre Anliegen.»

Konkret sieht der Umbauplan nebst einigen Renovationen vor, im ersten Stock des Gebäudes zusätzliche Räume für die Verwaltung zur Verfügung zu stellen. Aus der 6½-Zimmer-Wohnung, die sich bisher dort befand, wird deshalb ein grosszügiges 2½-Zimmer-Appartement. Den einzigen von aussen erkennbaren Neubau stellt eine Fluchttreppe dar.

Sollte der Kredit für den Ausbau angenommen werden, will man Anfang 2009 mit den Arbeiten beginnen, welche dann im April oder Mai abgeschlossen sein sollen. Der Betrieb der Gemeindeverwaltung während des Umbaus ist sichergestellt.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.09.2008, 19:35 Uhr

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