Ausland

Al-Qaida hält die USA im Irak

Aktualisiert am 10.04.2009

Der Abzugsplan der US-Truppen aus dem Irak könnte an der Realität scheitern. Im Norden des Landes sind die Terroristen wieder erstarkt. Die Sicherheitslage macht US-General Ray Odierno Sorgen.

Amerikanische Präsenz im Irak: US-Soldat Johnny Lynn bei einem Konrollgang in der Stadt Mosul.

Amerikanische Präsenz im Irak: US-Soldat Johnny Lynn bei einem Konrollgang in der Stadt Mosul.
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

Mosul

Die USA haben rund 142'000 Soldaten im Irak stationiert, die Militärpräsenz der Amerikaner soll aber sukzessive reduziert werden. US-Präsident Barack Obama will gemäss Plänen, die er vor ein paar Wochen präsentierte, bis August 2010 den Grossteil der amerikanischen Truppen abziehen. 35'000 bis 50'000 Soldaten sollen zunächst noch dort stationiert bleiben, um die Ausbildung der einheimischen Sicherheitskräfte zu unterstützen. Eine zweite Etappe des Abzugs ist vor Dezember 2011 geplant. Bis zu diesem Datum haben die Regierungen in Washington und Bagdad den vollständigen Abzug aller amerikanischen Soldaten vereinbart.

Al-Qaida in Mosul und Baqubah aktiv

Doch Obamas Plan für den Abzug der US-Kampftruppen aus dem Irak könnte bald nur auf dem Papier Geltung haben. Ein Grund dafür sind die Aktivitäten des Terrornetzwerks al-Qaida in den Städten Mosul und Baqubah im Norden des Iraks. In dieser Region könnte die Zahl der US-Truppen eher steigen statt sinken, sagt US-General Ray Odierno in einem Gespräch mit der britischen Zeitung «The Times». Odierno übernahm das Oberkommando der US-Armee im Irak im letzten September von General David Petraeus. Odierno macht sich auch Sorgen wegen den Spannungen zwischen Arabern und Kurden im Norden des Landes. Er spricht auch von «sehr gefährlichen Drohungen», die von schiitischen Extremisten geäussert worden sind. Der 54-jährige Odierno ist bereits seit April 2003 im Irak. Er kam nach der erfolgreichen Invasion in den Irak und führte anschliessend die Division, die den damaligen Diktator Saddam Hussein festnahm.

Bevor die USA einen Entscheid über ihre Truppen treffen, soll die Sicherheitslage mit den irakischen Behörden analysiert werden. Entscheidend wird die Meinung des irakischen Regierungspräsidenten Nouri al-Maliki sein. Er muss auch berücksichtigen, dass die grosse Mehrheit der irakischen Bevölkerung die Amerikaner möglichst rasch aus dem Land haben will. Erst diese Woche demonstrierten Tausende Menschen in Bagdad gegen die Präsenz der USA im Irak. Die US-Invasion im Irak fand vor sechs Jahren statt. (vin)

Erstellt: 10.04.2009, 21:16 Uhr

Ausland

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate


Studienberaterin gibt Tipps

Wie man ein Fernstudium erfolgreich meistert

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

«Ewigi Liebi»

Das Grosse Finale in Zürich! Nur noch bis 24. Juni 2012

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Jobs

Jobs, in die man sofort wechseln will!