«Amerikas erster pazifischer Präsident»
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Nach einer aussenpolitischen Grundsatzrede zur Rolle der Vereinigten Staaten in Asien hat US-Präsident Barack Obama seinen Besuch in Japan beendet und ist nach Singapur weitergeflogen. Dort nimmt er an einem Gipfeltreffen des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) teil.
Obama traf in Tokio mit dem neuen Regierungschef Yukio Hatoyama zusammen und wurde am Samstag von Kaiser Akihito zu einem Mittagessen empfangen. Höhepunkt seines zweitägigen Besuchs war eine Rede in einem Konzertsaal in Tokio vor 1500 Menschen. Der US-Präsident bekräftigte die Beistandsgarantie für Japan und Südkorea und sagte, die Vereinigten Staaten liessen sich nicht einschüchtern von atomaren Drohungen aus Nordkorea.
Eine Botschaft senden - nicht nur mit Worten
Die Regierung in Pyongyang müsse lernen, dass die Nichterfüllung internationaler Verpflichtungen im Umgang mit seinem Atomprogramm nicht zu mehr, sondern zu weniger Sicherheit führe, sagte Obama. Das isolierte Nordkorea habe nur dann eine hellere Zukunft, wenn es zu den Sechsparteien-Gesprächen zurückkehre. «Wir werden weiter eine klare Botschaft senden, nicht nur mit Worten, sondern mit unseren Handlungen», betonte der US-Präsident.
Obama sagte, die USA müssten ihre Bemühungen verdoppeln, um die von Atomwaffen ausgehende Bedrohung zu reduzieren. Er würdigte Japan als Beispiel dafür, wie erfolgreich ein Land sein könne, wenn es die Atomtechnik nur zu friedlichen Zwecken entwickle.
Nächster Stopp in Singapur
In seiner 40-minütigen Rede bezeichnete sich Obama als «Amerikas erster pazifischer Präsident». Die USA wollten ihr Engagement in der wachstumsträchtigen Region vertiefen. Jeder Amerikaner müsse wissen, dass die Zukunft dieser Region für die USA von grosser Bedeutung sei. «Was hier geschieht, hat direkte Folgen für unser Leben daheim», sagte Obama. «Die Geschicke von Amerika und des asiatisch-pazifischen Raums sind nie enger miteinander verbunden gewesen.»
Dabei sei es zu begrüssen, dass China eine grössere Rolle auf der Weltbühne spiele, sagte der US-Präsident am zweiten Tag seiner einwöchigen Asienreise. Die zunehmende Wirtschaftsleistung Chinas gehe mit wachsender Verantwortung einher. Es geben keinen Grund, den schnellen Aufstieg Chinas zu fürchten. «Die Vereinigten Staaten streben nicht danach, China einzudämmen», erklärte der US-Präsident. Aber alle Nationen müssten die Menschenrechte respektieren, einschliesslich der Religionsfreiheit.
Nächste Station der Asienreise nach Singapur ist China mit Besuchen in Peking und Shanghai. Zum Abschluss wird der US-Präsident dann noch in Südkorea erwartet, ehe er am Donnerstag kommender Woche nach Washington zurückkehrt. (reh/ap)
Erstellt: 14.11.2009, 07:45 Uhr









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