Argentinien bekräftigt Anspruch auf Falkland–Inseln
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Argentinien hat Uno-Generaksekretär Ban Ki-moon aufgefordert, sich in den Streit mit Grossbritannien um die Falkland-Inseln einzuschalten. Die Bohrungen britischer Ölgesellschaften seien «illegal».
Argentiniens Aussenminister Jorge Taiana sagte am Mittwoch nach einem Gespräch mit Ban in New York, er habe den Uno-Generalsekretär gebeten, in London auf einen Verzicht auf «weitere einseitige Aktionen» zu dringen.
Neue Bohrungen der Briten
Grossbritannien hatte am Montag eine Öl-Probebohrung in der Nähe der Falkland-Inseln begonnen. Die 1833 von den Briten eroberten Inseln liegen knapp 500 Kilometer vor der argentinischen Küste im Atlantik.
Ban soll nach dem Willen Argentiniens in London auch darauf dringen, Verhandlungen über den Status der Inseln aufzunehmen. «Argentinien ist bereit für diesen Dialog», sagte der Aussenminister.
Taiana berief sich auf mehrere UNO-Resolutionen aus dem Jahr 1982, in denen die Vereinten Nationen Buenos Aires das territoriale Recht auf die Falkland-Inseln zusprechen. Der Einsatz britischer Bohrgeräte sei ein Verstoss gegen diese Resolutionen und damit gegen internationales Recht, sagte Taiana.
Langer Kampf um die Inseln
Argentinien erhebt seit 1833 Anspruch auf die zu Grossbritannien gehörenden Inseln vor der Küste Patagoniens. Der britische UNO- Botschafter Mark Lyall Grant erklärte seinerseits in New York, sein Land habe keine Zweifel an der Zugehörigkeit der Inseln zu Grossbritannien.
Um die Falklands war es 1982 zum Krieg gekommen, nachdem argentinische Soldaten die Inseln besetzt hatten. Am Ende kapitulierte die damalige argentinische Militärjunta. Im Falkland- Krieg starben auf beiden Seiten insgesamt mehr als 900 Menschen. (mrs/sda/ddp)
Erstellt: 25.02.2010, 08:56 Uhr
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