Bohrer nähert sich den Verschütteten

Aktualisiert am 08.09.2010

Seit über einem Monat stecken Bergleute in einer chilenischen Mine fest. Jetzt melden die Rettungskräfte einen ersten Erfolg.

1/47 Zur Rettungsaktion ist auch Chiles Präsident Sebastian Pinera (in der roten Jacke) angereist.
Bild: Reuters

   

Einer der zur Rettung der 33 in einer chilenischen Mine eingeschlossenen Bergleute eingesetzten Bohrer ist bereits bis in eine Tiefe von 268 Metern vorgedrungen. Die als zweiter Bohrer in Betrieb genommene Bohrmaschine «T-130» habe allein in den vergangenen 24 Stunden einen Fortschritt von 150 Metern gemacht, sagte der Einsatzleiter der Rettungsbohrungen, Andres Sougarret, am Mittwoch.

Die Bergleute sitzen seit über einem Monat in einer Tiefe von 700 Metern in der Kupfer- und Goldmine in Copiapo fest. Der seit Sonntag eingesetzte Bohrer überholte den Angaben zufolge inzwischen die zuerst in Betrieb genommene Bohrmaschine «Strata 950», die bislang bis in eine Tiefe von 141 Metern gebohrt hat.

Befreiung kann bis Dezember dauern

Der «T-130» befinde sich aber erst auf seiner ersten Etappe, dämpfte Sougarret Hoffnungen auf eine schnellere Befreiung der 33 Kumpel. Der Bohrer soll in einem ersten Durchgang einen bereits bestehenden Versorgungsschacht bis in eine Tiefe von 630 Metern von derzeit zwölf Zentimetern Durchmesser auf 30 Zentimeter Durchmesser erweitern.

In einem zweiten Schritt soll der Bohrer den Schacht dann auf bis zu 70 Zentimeter erweitern. Die Befreiung der Bergleute kann sich nach Einschätzung der Rettungskräfte bis Dezember hinziehen. (ske/sda)

Erstellt: 08.09.2010, 22:03 Uhr

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